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VVO bedauert Diskussion über Schuldzuweisungen nach Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen

© Städtebahn Sachsen (Archivfoto)

Nach der überraschenden Einstellung des operativen Betriebs der Städtebahn Sachsen bedauert der zuständige Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) die Diskussion über Schuldzuweisungen. Der Verbund fordert unterdessen die Verantwortlichen der Städtebahn auf, den geschlossenen Verkehrsvertrag einzuhalten.


Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat aufgrund der Zugausfälle im Großraum Dresden auf den Linien RB 33, RB 34, RB 71, RB 72 und RE 19 einen Ersatzverkehr mit regionalen Busunternehmen organisiert. Infolge der überraschenden Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen wird derzeit die Schuldfrage diskutiert. Der VVO bedauert dies und weist nach eigenen Angaben „jegliche Anschuldigungen entschieden zurück und erwartet die Einhaltung des geschlossenen Verkehrsvertrages.“ Die Diskussion sei insbesondere deswegen bedauerlich, da damit die wichtigen Fragen der Fahrgäste und der Mitarbeiter aus dem Blick geraten. Die Priorität des VVO sei die Rückkehr zum stabilen und langfristigen Betrieb auf den betroffenen Strecken, teilte der VVO am Freitag mit.

In der Erklärung des Verkehrsverbunds heißt es weiter: „Kein Verständnis hat der Verbund für die Umleitung der Telefone der Städtebahn Sachsen auf die InfoHotline des VVO und den Austausch der Schlösser an den Büroräumen der Städtebahn, so dass die Mitarbeiter nicht zu ihren Arbeitsplätzen gelangen können. Dies führt dazu, dass weder für den VVO, noch weitere Geschäftspartner und Gläubiger der Städtebahn, die jetzt die VVO-InfoHotline erreichen, ein Ansprechpartner verfügbar ist.“

Der VVO habe die Städtebahn Sachsen seit 2010 bei zahlreichen Projekten unterstützt, heißt es. Dazu zählen unter anderem „die finanzielle Unterstützung bei der Sanierung der 15 Triebwagen und die Bestellung von 100.000 zusätzlichen Zugkilometern pro Jahr.“ Auch setzte sich der VVO eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, „vor dem Hintergrund der zahlreichen Baumkollisionen, bei der DB Netz AG für einen intensiven Freischnitt entlang der Strecken ein.“

Insgesamt seien in den vergangenen Jahren die Fahrgastzahlen auf den von der Städtebahn betriebenen Strecken gestiegen – aus Sicht des VVO „ein Beleg für die konstruktive und gute Zusammenarbeit.“


red, Titelfoto: SBS (Archiv)

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