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86 Mrd. Euro für die Schiene – Flege: „Wird nicht reichen, um eine Qualitätsverbesserung zu bekommen“

Wie Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag ankündigte, wollen der Bund und die Deutsche Bahn bis 2029 insgesamt 86 Milliarden Euro in das Schienennetz investieren. Diese Summe reicht jedoch nach Ansicht von Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, nicht aus, um den bestehenden Rückstau zu beseitigen und eine „deutliche Qualitätsverbesserung“ des Schienennetzes in Deutschland zu erreichen.


Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene:

„Es ist eine gute Nachricht für die Bahnreisenden in Deutschland, dass das Schienennetz nun mehr Geld bekommt. Es wird aber aller Voraussicht nach nicht reichen, um eine deutliche Qualitätsverbesserung zu bekommen, weil wir einen gigantischen Investitionsstau vor uns her schieben.

[…] Der Rückstau, den wir beim bestehenden Schienennetz haben, der ist so gigantisch groß, dass dieser zusätzliche Schluck aus der Pulle, den das Schienennetz bekommen soll, nicht ausreichen wird, um spürbare Verbesserungen für die Eisenbahnreisenden zu bringen.“

Quelle: ZDF

Laut Flege geben andere Länder mehr für die Schiene aus als die Bundesrepublik. Die Schweiz beispielsweise investiere für das gesamte Schienennetz „fünfmal soviel wie wir hier in Deutschland pro Einwohner“. Aber auch Dänemark, Österreich, Schweden, die Niederlande und Großbritannien liegen nach Angaben von Allianz pro Schiene bei den Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur teilweise weit vor Deutschland.


red

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