Nach Tötungsdelikt am Frankfurter Hbf – Seehofer: „Ich verurteile diese entsetzliche Tat auf das Schärfste“

Am gestrigen Montag (29. Juli) kam es im Hauptbahnhof Frankfurt am Main zu einem vollendeten Tötungsdelikt und zwei Tötungsversuchen. Bundesinnenminister Seehofer und weitere Politiker über alle Parteigrenzen hinweg zeigten sich zutiefst betroffen von der schrecklichen Tat.


Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister:

„Ich bin tief bestürzt von der Nachricht, dass ein 8-jähriger Junge am Hauptbahnhof Frankfurt am Main getötet und zwei weitere Personen, unter anderem die Mutter des Jungen, verletzt wurden. Ich wünsche den Angehörigen und Freunden des getöteten Jungen in dieser schweren Stunde die notwendige Kraft, um mit diesem schlimmen Ereignis umzugehen. Den beiden Verletzten wünsche ich eine rasche und vollständige Genesung.

Ich verurteile diese entsetzliche Tat auf das Schärfste. Dank der guten Arbeit der Polizei konnte der mutmaßliche Tatverdächtige, ein eritreischer Staatsangehöriger, nach kurzer Flucht im Stadtgebiet Frankfurt am Main festgenommen werden.

Die Hintergründe für das abscheuliche Verbrechen sind derzeit noch unklar. Es ist jetzt die Aufgabe der Ermittlungsbehörden, diese schnellstmöglich und umfassend aufzuklären. Soweit notwendig, stelle ich dem Land Hessen jede Unterstützung, z.B. der Bundespolizei oder des Bundeskriminalamts, zur Verfügung.

Der Täter wird für die Tat mit allen rechtstaatlichen Mitteln zu Verantwortung gezogen werden.

Ich nehme zur Kenntnis, dass in Teilen der Öffentlichkeit bereits jetzt eine Bewertung des Sachverhalts vorgenommen wird. Dies ist seriös aber erst möglich, wenn die Hintergründe aufgeklärt sind.“


Die Polizei ermittelt aktuell gegen einen 40-jährigen Tatverdächtigen aus Eritrea, der den 8-jährigen Jungen und seine Mutter offenbar in Tötungsabsicht vor einen einfahrenden ICE gestoßen hatte. Das Kind verstarb noch vor Ort.

„Angesichts mehrerer schwerwiegender Taten in jüngerer Zeit“ hat Bundesinnenminister Seehofer seinen Urlaub unterbrochen. Er wolle sich am heutigen Dienstag nach einem Treffen mit den Chefs der Sicherheitsbehörden öffentlich äußern.


red, Titelfoto: CSU (Archiv)

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