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Lutz: „Kunden würden von niedrigerer Mehrwertsteuer profitieren“

Die Forderung nach einer Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf sieben Prozent bei Fernverkehrstickets ist nicht neu. Durch die Unterstützung von Teilen der Politik rückt der Vorschlag aber zunehmend ins Machbare. Auch die Deutsche Bahn begrüßt den Vorschlag und rechnet im Falle der Umsetzung mit jährlich mindestens fünf Millionen zusätzlichen Fahrgästen.


Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG:

„Unsere Kunden würden von einer niedrigeren Mehrwertsteuer erheblich profitieren – sei es in Form neuer attraktiver Angebote oder reduzierter Ticketpreise. Auch eine Kombination aus beidem ist natürlich denkbar. Auf jeden Fall ist klar: Wir würden diesen Vorteil an unsere Fahrgäste weitergeben. Darüber hinaus würde eine solche Entscheidung zusätzlichen Spielraum für weitere Investitionen in unsere Fahrzeugflotte schaffen.“

Bisher gilt für den innerdeutschen Fernverkehr der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz, der bereits im Nahverkehr bis zu einer Fahrstrecke von 50 Kilometer gilt, beläuft sich auf sieben Prozent. Nahezu alle EU-Länder wenden im nationalen Schienenpersonenfernverkehr reduzierte Mehrwertsteuersätze an.

Die Deutsche Bahn schätzt nach eigenen Angaben, dass ein reduzierter Mehrwertsteuersatz jährlich mindestens fünf Millionen zusätzliche Fahrgäste bringen würde. Nicht zuletzt rechnet die DB damit, dass auch Fluggäste auf die klimafreundliche Bahn umsteigen würden. Für die Zukunft strebt der DB-Konzern an, die Zahl der Fernverkehrsreisenden auf 260 Millionen pro Jahr fast zu verdoppeln. 2018 lag die Zahl der Reisenden bei 147,9 Millionen. Bis Ende 2019 will das Unternehmen erstmalig über 150 Millionen Kunden im Fernverkehr befördern. Um dem wachsenden Kundenansturm gerecht zu werden, investiert die Deutsche Bahn seit einiger Zeit in den Ausbau der Fahrzeugflotte, wie Lutz ausführt:

„Weil wir an die starke Schiene glauben, haben wir bereits über 200 neue Züge fest bestellt, die in den kommenden Jahren in den Betrieb gehen werden. Diese Investitionsoffensive wollen wir weiter verstärken.“


red

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