Schwarzfahrer tickt aus, Rangelei wegen überfüllter S-Bahn und weitere Polizeimeldungen

Polizeimeldungen in der Übersicht: +++ Schwarzfahrer tickt in Leipzig nach Fahrscheinkontrolle aus +++ Rangelei wegen überfüllter S-Bahn: Wechselseite Körperverletzung unter drei Beteiligten +++ Fahrrad im Gleis zwingt Lokführer zur Schnellbremsung +++ Regionalzug erfasst entlaufene Kälber +++ Mann mit Waffe in Berliner S-Bahn beobachtet +++ Unbekannter würgte 23-Jährige in S-Bahn – Fotofahndung +++ Mann läuft bei Erdeborn im Bahngleis herum +++ Verwirrter Mann am Hauptbahnhof Karlsruhe +++ Tierischer Einsatz bei der Bundespolizei in Kassel


Schwarzfahrer tickt in Leipzig nach Fahrscheinkontrolle aus

Ein 23 Jahre alter Mann tickte am Sonntagmorgen (4. August) am S-Bahnhaltepunkt Bayrischer Bahnhof nach der Fahrkartenkontrolle aus. Beim Verlassen der S-Bahn zog er die Notbremse und ging immer wieder vor dem Zug in die Gleise. Als die alarmierten Streifen der Bundespolizei Leipzig eintrafen, flüchtete er in den Citytunnel. Nach kurzer Verfolgung und gleichzeitiger Sperrung des Citytunnels wurde die Person gestellt. Der Leipziger wehrte sich massiv gegen die Maßnahmen der Beamten und versuchte sich ständig loszureißen. Nur mit Mühe konnte er aus den Gleisen entfernt und zur Wache im Leipziger Hauptbahnhof gebracht werden. Auch hier leistete er permanent Widerstand und konnte erst nach circa zwei Stunden durch den Notarzt mit Medikamenten ruhiggestellt werden. Wie sich später auf der Wache herausstellte, stand der Mann unter Drogeneinfluss. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der polizeibekannte Leipziger von der Staatsanwaltschaft wegen Diebstahls mit Haftbefehl gesucht wurde. Auch das Amtsgericht Leipzig hatte ihn wegen Diebstahls und Erschleichen von Leistungen zur Fahndung ausge-schrieben. Auf Grund seines Zustandes wurde er mit dem Krankenwagen in das Haftkrankenhaus der JVA Leipzig überführt. Im Rettungswagen spuckte er dann auch noch der Sanitäterin ins Gesicht. Die nächsten 30 Tage sitzt der Mann in Haft.

Die Bundespolizei Leipzig hat ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Missbrauch von Nothilfemitteln eingeleitet.


Rangelei wegen überfüllter S-Bahn: Wechselseite Körperverletzung unter drei Beteiligten

Am frühen Sonntagmorgen (4. August) kam es im Bahnhof München-Pasing in einer stehenden S-Bahn bzw. am Bahnsteig zu körperlichen Auseinandersetzungen unter mehreren Personen. Ursache war die Überfüllung einer S-Bahn der Linie S4 Richtung Geltendorf.

Kurz vor 1 Uhr gerieten mehrere Personen in einer S4 am Bahnsteig 7 des Pasinger Bahnhofs in Streit. In dessen Folge wurde auch die Notbremse gezogen. Erste Ermittlungen ergaben, dass drei Männer im Alter von 26, 48 und 52 Jahren, allesamt Deutsche, in der überfüllten S-Bahn in Streit gerieten. Zuvor soll mehreren Familienmitgliedern des 48-Jährigen aus Wippingen, Baden-Württemberg, wegen der Überfüllung der Zutritt an der Türe in die S4 verweigert worden sein. Dabei soll ein 52-jähriger aus Gröbenzell den Familienvater, der sich bereits in der S-Bahn befunden hatte, den Ausstieg mit ausgetreckten Händen verwehrt haben. Danach sei es zu einem Gerangel gekommen, in das auch ein 26-Jähriger aus Moorenweis involviert gewesen sein soll. Leicht verletzt wurde nur der 48-Jährige; er erlitt einen kleinen Riss an der Oberlippe.

Der genaue Hergang ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der Bundespolizei. Alle Betroffenen wurden noch vor Ort entlassen. Die Beteiligten erlitten keine sichtbaren Verletzungen. Die Abfahrt des Zuges verspätete sich aufgrund des Vorfalls.



Fahrrad im Gleis zwingt Lokführer zur Schnellbremsung

Ein im Gleis liegendes Fahrrad hat den Triebfahrzeugführer einer S-Bahn der Linie S1 am Freitagmorgen (2. August) gegen 01:40 Uhr am Haltepunkt Kirchheim (Teck)-Ötlingen zu einer Schnellbremsung gezwungen. Der Lokführer des mit etwa 60 km/h herannahenden Zuges in Richtung Kirchheim erkannte das Hindernis im Gleis und leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein. Ein Überfahren des Fahrrades konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Die betroffene S-Bahn wurde durch den Vorfall nicht beschädigt. Zudem konnten die im Zug befindlichen Reisenden ihre Weiterfahrt kurze Zeit später unverletzt fortsetzen. Wer das Fahrrad ins Gleisbett gelegt hat, ist derzeit noch unbekannt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und nimmt sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 0711870350 entgegen.


Regionalzug erfasst entlaufene Kälber

Am Donnerstagmorgen (1. August) erfasste ein Regionalzug auf der Strecke zwischen Gerolstein und Trier, auf Höhe Auw an der Kyll, zwei Kälber. Die beiden Tiere standen zuvor unvermittelt im Gleis, woraufhin der Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung eingeleitet hat. Eines der beiden Tiere wurde bei der Kollision sofort getötet. Das zweite Kalb ist durch den Unfall schwer verletzt worden und wurde durch einen Polizeibeamten mit der Dienstwaffe von seinem Leiden erlöst. Die Bundespolizei Trier hat Ermittlungen zum Vorfall aufgenommen.

Reisende wurden durch den Unfall nicht verletzt. Laut Polizeiangaben entstand auch kein Schaden am Triebfahrzeug. Die Bahnstrecke war kurzzeitig gesperrt.

„Auch dieser Sachverhalt veranschaulicht die Gefahren die vom Bahnbetrieb ausgehen. Der betroffene Eigentümer hat jetzt nicht nur den Schaden zweier verendeter Tiere, sondern muss möglicherweise mit Regressansprüchen der Bahn rechnen“, sagt Bundespolizeisprecher Stefan Döhn.


Mann mit Waffe in Berliner S-Bahn beobachtet

Am Mittwochabend (31. Juli) nahmen Bundespolizisten einen jungen Mann vorläufig fest, der zuvor mit einer Waffe in einer Berliner S-Bahn hantierte.

Gegen 19:30 Uhr machten Reisende die Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn am S-Bahnhof Ahrensfelde auf eine Person in einer abfahrbereiten S-Bahn aufmerksam. Der 21-jährige deutsche Staatsangehörige soll dort mit einer Waffe hantiert und diese durchgeladen haben. Die Bahnmitarbeiter informierten umgehend die Bundespolizei und räumten den Zug.

Als die alarmierten Einsatzkräfte kurz darauf die S-Bahn betraten, ließ sich der 21-Jährige widerstandslos festnehmen. Der Berliner trug die Schreckschusspistole im vorderen Hosenbund.

Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verstoßes gegen das Waffengesetz gegen den Mann ein und stellten die Pistole sicher.


Unbekannter würgte 23-Jährige in S-Bahn – Fotofahndung

Die Bundespolizei sucht im Auftrag der Staatsanwaltschaft München II – mit zur Fahndung freigegebenen Lichtbildern – nach einem bislang unbekannten Mann. Dieser hatte am 26. April gegen 13:15 Uhr in einer S4 (Richtung Geltendorf) auf Höhe des Bahnhofes Grafing eine 23-Jährige mit deren Schal gewürgt.

Gegen 13:15 Uhr befand sich eine 23-Jährige aus Egmating, Lkr. Ebersberg, in einer Richtung Geltendorf verkehrenden S4. Sie saß alleine, mit Ohrstöpseln musikhörend, in einer Vierergruppe. In der S-Bahn nahm sie einen auf- und abgehenden Mann wahr. Kurz vor dem S-Bahnhaltepunkt Grafing Stadt kam der Unbekannte zu ihr, sprach sie darauf an, dass ihre Musik sehr laut sei. Noch bevor die junge Frau etwas erwidern konnte, packte der Mann den Schal der Frau, den diese um den Hals trug, und zog diesen zu. Als die Frau ein „Hey“ äußerte, ging der Unbekannte weg und drohte ihr.

Die 23-Jährige erstattet bei der Polizei in Haar Strafanzeige wegen Körperverletzung und Bedrohung. Der Sachverhalt wird durch die von der Bundespolizei ausgewertete Kameraaufzeichnung, aus der auch die Lichtbilder stammen, bestätigt. Demnach stieg der Unbekannte gegen 13:07 Uhr in Ebersberg in die S-Bahn ein. Er lief mehrere Minuten in der S4 auf und ab bis er die Egmatingerin ansprach und würgte. Kurz darauf verließ er die S-Bahn in Grafing Stadt gegen 13:15 Uhr.

Die 23-Jährige erlitt durch den Angriff rote Stiemen am Hals und klagte zudem über starke Halsschmerzen.

 Personenbeschreibung Tatverdächtiger:

  • männlich
  • ca. 50 Jahre alt
  • ca. 170 – 180 cm groß
  • grau melierte kurze Haare, hohe Stirn
  • schlank
  • trug eine Brille mit dunklem Rahmen
  • trug eine dunkelbraune Lederjacke, beige Weste, graue Jeans, hellbraune Schuhe
  • hatte einen mehrfarbigen (rosa-lila, blau und gelb) auffälligen      Rucksack über die Schulter hängen

Das Amtsgericht München erließ einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung. Sachdienliche Hinweise zu dem Täter erbittet die Bundespolizei unter 089/515550-111.


Mann läuft bei Erdeborn im Bahngleis herum

Am 1. August wurde die Bundespolizei in Halle gegen 12.35 Uhr durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn über eine Person im Gleis informiert. Diese bewegte sich auf der Strecke Eisleben – Halle auf Höhe Erdeborn. Daraufhin erging sofort ein Langsamfahrbefehl für die relevanten Züge. Eine hinzugerufene Streife der Landespolizei stellte den Mann auf Höhe des Bahnhofes Röblingen am See im Gleis laufend fest. Die Landespolizisten holten ihn sofort aus dem Gefahrenbereich und wiesen ihn auf sein lebensbedrohliches Fehlverhalten hin. Der 37-jährige Mann gab an, dass er nach Teutschenthal wollte. Da er über keine Ortskenntnisse verfügte, folgte er den Gleisen. Die Person war alkoholisiert. Ihn erwartet eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.


Verwirrter Mann am Hauptbahnhof Karlsruhe

Mitarbeiter der Deutschen Bahn machten die Bundespolizei in Karlsruhe am Mittwochmorgen (31. Juli) auf einen verwirrten Mann im Hauptbahnhof aufmerksam.

Bei Antreffen des 40-jährigen Deutschen stellte sich heraus, dass dieser mit 2,3 Promille nicht unerheblich alkoholisiert war. Eine Betreuerin des Mannes konnte verständigt werden. Sie gab an, dass der Mann alkoholabhängig und Schizophren sei, von ihm jedoch keine Gefahr ausgehe. Der Mann konnte daher von der Dienststelle entlassen werden. Nur wenig später wurde der 40-Jährige erneut festgestellt. Diesmal hielt er sich an einer Straßenbahnhaltestelle auf, schrie einen Reisenden an und schlug ihm mit der flachen Hand auf den Brustkorb. Anschließend begab er sich wieder in den Hauptbahnhof. Dort wurde er erneut von den Beamten in Gewahrsam genommen und schließlich der Landespolizei überstellt.


Tierischer Einsatz bei der Bundespolizei in Kassel

Bundespolizist mit Schildkröte

Zu einem tierischen Einsatz kam es am Samstagmorgen vor einer Woche (27. Juli): Ein Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn meldete der Bundespolizei, dass er im Bereich des Rangierbahnhofes in Rothenditmold eine Schildkröte entdeckt habe. Eine Streife der Bundespolizei konnte das Tier finden und sicherstellen. Kurzerhand wurde die Schildkröte mit zur Dienststelle genommen. Am späten Vormittag haben die Bundespolizisten das Tier dann in die Obhut der Auffangstation Sontra gegeben.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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