Tschechien: Güterzug entgleist bei voller Fahrt – Amateurfilmer hält Unfall mit Kamera fest

Am Sonntag vor einer Woche kam es im tschechischen Kurort Marienbad zu einer Zugentgleisung. Ein Amateurfilmer, der sich in der Nähe aufhielt, konnte den Unfall zufällig mit seiner Kamera festhalten.


Im tschechischen Kurort Marienbad ereignete sich am 28. Juli ein spektakulärer Unfall, bei dem ein mit Kalk beladener Güterzug bei voller Fahrt nahezu vollständig entgleiste. 13 der insgesamt 17 Wagen sprangen dabei aus dem Gleis. Einige der Waggons stürzten sogar eine Böschung hinab. Gezogen wurde der Zug von zwei Lokomotiven. Personen kamen bei dem Ereignis nicht zu Schaden. Ein Amateurfilmer, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe aufhielt, konnte die Entgleisung zufällig mit seiner Kamera festhalten.

Quelle: Facebook

Möglicherweise wurde die Entgleisung durch eine überhöhte Geschwindigkeit verursacht. Erste Erkenntnisse der staatlichen Schienennetzverwaltung (SŽDC) sollen laut einem Medienbericht offenbar darauf hindeuten, dass der Zug an der Unfallstelle etwa drei Mal so schnell unterwegs war, wie es erlaubt gewesen wäre. Laut oe24 soll die maximal zulässige Geschwindigkeit in diesem Abschnitt bei 30 km/h gelegen haben. Der Unfallschaden soll in die Millionen gehen.

Einem Bericht von Radio Prag zufolge seien die Bergungsarbeiten auch eine Woche nach dem Vorfall noch nicht abgeschlossen. Die betroffene Bahnstrecke soll wohl mindestens noch gut zwei Wochen gesperrt bleiben. Nach dem Abschluss der Bergungsmaßnahmen müssen Ingenieure zunächst den Bahndamm auf seine Stabilität prüfen, dann erfolgen die Reparaturarbeiten an der Schieneninfrastruktur. Erst am 20. August sollen voraussichtlich wieder Züge auf diesem Streckenabschnitt fahren können.


red, Titelfoto: Screenshot

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