Väter und Kinder laufen im Gleisbereich – Zug erfasst Zweijährigen

Immer wieder kommt es aus Unwissenheit über die Gefahren oder aus Bequemlichkeit zu tragischen Personenunfällen im Bahnverkehr. Nun traf es ein zweijähriges Kind in Begleitung zweier Väter und weiterer Kinder.


Am Mittwoch (7. August) kam es um kurz vor 11 Uhr zu einem Personenunfall, bei dem ein zweijähriges Kind von einem Regionalzug erfasst wurde. Die Kölner Bundespolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang auf der Bahnstrecke zwischen Engelskirchen und Overath aufgenommen.

Erste polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass zwei Väter mit ihren Kindern zum Angelausflug unterwegs waren. Sie stellten ihr Fahrzeug in einer Haltebucht an der Straße ab und betraten die Bahnstrecke in der Ortslage Ohl. Gemeinsam liefen die Väter mit ihren Kindern auf der eingleisigen Bahnstrecke entlang, um zur Angelstelle zu gelangen. Als ein Regionalzug den Bereich durchfuhr konnte der Triebfahrzeugführer den Zusammenstoß mit einem zweijährigen Kind trotz Schnellbremsung und Achtungssignal nicht mehr vermeiden. Der Junge erlitt Kopfverletzungen und wurde durch den Vater sowie einen Zeugen in das nahe gelegene Krankenhaus in Engelskirchen gebracht. Von dort aus wurde es mit einem Rettungshubschrauber in eine Kölner Klinik geflogen.

Die Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis, Rettungskräfte der Feuerwehr und die Bundespolizei waren gemeinsam an der Unfallstelle im Einsatz. Die Bundespolizei setzte für die Unfallaufnahme einen Hubschrauber ein. Der Triebfahrzeugführer und die Unfallbeteiligten erlitten einen Schock und wurden durch Seelsorger betreut.

Die Bahnstrecke war von 10:59 Uhr bis ca. 12:30 Uhr gesperrt. Durch den Unfall entstanden bei drei Zügen 95 Minuten Verspätung und acht Züge fielen zum Teil aus. Die Ermittlungen der Bundespolizei zum Unfall dauern an.


red, Titelfoto: Feuerwehr Engelskirchen

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