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Hallendach des Dresdner Hauptbahnhofs muss erneuert werden

Die Deutsche Bahn lässt voraussichtlich ab 2023 das Hallendach des Dresdner Hauptbahnhofs erneuern. Die textile Konstruktion des Dachs, welche die Bahnsteighalle überspannt, soll dabei komplett ausgetauscht werden.


Das Hallendach des Dresdner Hauptbahnhofs muss komplett ausgetauscht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Bahn nach der Auswertung einer Untersuchung der aktuell verwendeten Konstruktion. „Mit einer Erneuerung der Dachhaut werden wir die Funktionalität der Hallendachkonstruktion wieder herstellen und dauerhaft sichern“, erläutert Heiko Klaffenbach, Leiter des Bahnhofsmanagements Dresden. Darüber hinaus soll die „gelungene Verbindung zwischen der historischen Stahlkonstruktion aus dem 19. Jahrhundert und der Zeltdachmembran des 21. Jahrhunderts erhalten“ bleiben. Nach derzeitigem Planungsstand sei ein Baubeginn im Jahr 2023 denkbar. Die Deutsche Bahn rechnet mit einer Bauzeit von etwa drei Jahren. Die Fertigstellung sei für 2025 angedacht. Eine konkrete Investitionssumme stehe noch nicht fest.

Visualisierung Mittelhalle Dresden Hbf | © DB AG

Während der Hauptbauarbeiten soll das Hallenschiff in drei Abschnitte eingeteilt werden, sodass jährlich abschnittsweise über die gesamte Länge der Bahnhofshalle die alte Dachhaut entfernt und die neue Membran am Tragwerk montiert wird. Eine sorgsame Verarbeitung des textilen Gewebes sei nur unter bestimmten Temperaturbedingungen möglich, sodass sich die Arbeiten auf die warme Jahreszeit beschränken. Die neue Membran soll dann technologisch und konstruktiv den Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen standhalten. In die laufenden Planungsprozesse für die Erneuerung des Hallendachs wurde auch der damalige Entwurfsarchitekt Foster + Partners eingebunden.

Letzte Sanierung wurde 2006 abgeschlossen

Das nach Entwürfen des Architekturbüros Foster + Partners gestaltete Hallendach des Dresdner Hauptbahnhofs konnte 2006 fertiggestellt werden. Im Verlauf der Bauarbeiten wurde das Tragwerk des Hallendachs saniert und auf den Stahlträgern als herausragendes architektonisches Merkmal eine lichtdurchlässige Glasfasermembran montiert. Im Winter 2010/11 trug das Membrandach jedoch starke Schäden davon. Seitdem gibt es jährlich weitere Schadstellen, welche kontinuierlich ausgebessert oder gesichert werden. Ab dem 19. August werden unter den beschädigten Feldern der Membran zusätzlich Sicherungsnetze eingezogen, damit Schnee und Eis nicht auf die Bahnsteige und Gleise fallen können. Diese Arbeiten, die bis Ende Oktober andauern sollen, werden nachts ausgeführt, damit der Zug- und Geschäftsverkehr nur wenig beeinträchtigt wird.


red, Titelfoto: DB AG / Christian Bedeschinski

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