Kinder bereits im Zug – Vater springt auf abfahrenden ICE auf

Weil er den Zug, in dem seine beiden Kinder bereits saßen, nicht verpassen wollte, sprang ein 42-jähriger Mann am Dienstag auf einen abfahrenden ICE auf.


Am Dienstag (13. August) hat sich ein 42-jähriger Syrer mit seinem Verhalten in akute Lebensgefahr begeben. Laut einer Mitteilung der Bundespolizei stand der Vater zweier Kinder rauchend am Bahnsteig als sich plötzlich die Türen schlossen und sich der ICE 883 gegen 15:50 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof in Bewegung setzte. Seine 7 und 9 Jahre alten Kinder befanden sich bereits im Zug. Der 42-Jährige sprang daraufhin auf den Zug auf und hielt sich am Faltenbalg zwischen zwei ICE-Wagen fest.

Einige Minuten später bemerkte ein Reisender zufällig beim Blick aus dem Fenster, wie der Syrer versuchte, an der Außenseite des Zuges in Richtung der Tür zu klettern. Der Zeuge meldete dies dem Zugbegleiter, der wiederum den Triebfahrzeugführer informierte. Der ICE wurde im Bereich des Hamburger Oberhafens per Schnellbremsung zum Stehen gebracht. Nachdem der Mann durch den Zugbegleiter an Bord genommen wurde, konnte der ICE seine Fahrt zunächst fortsetzen. Bei der Ankunft am Bahnhof Hamburg-Harburg wartete bereits eine Streife der Bundespolizei auf den Familienvater.

Die Beamten haben gegen den 42-Jährigen ein Strafverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Hamburg.

„Bahnsurfen ist lebensgefährlich!“, erklärt die Bundespolizei und warnt: „Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kann es vorkommen, dass Bahnsurfer den Halt verlieren, gegen Hindernisse wie Oberleitungsmasten, Schilder oder Bäume prallen oder nach Kontakt mit der 15.000 Volt führenden Oberleitung einen Stromschlag erhalten.“


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Symbolbild/Archiv)

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