Regionalzug erfasst Schafherde – 21 Tiere sterben, Fahrgäste bleiben unverletzt

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg kam es am Montagmorgen zu einem Bahnunfall. Auf dem Weg nach Wolfhagen hatte eine Regionalbahn eine Schafherde erfasst. Zahlreiche Tiere kamen dabei ums Leben.


Laut einer Mitteilung der Bundespolizei stieß am Montag (12. August) gegen 6:30 Uhr bei Berndorf in der Gemeinde Twistetal eine Regionalbahn auf der Fahrt von Korbach nach Wolfhagen mit einer Tierherde zusammen. Trotz einer Schnellbremsung konnte der Triebfahrzeugführer seinen Zug nicht mehr rechtzeitig stoppen. Bei dem Unfall starben 21 Schafe, die zuvor offensichtlich von einer nahe gelegenen Weide entwischt waren. Von den insgesamt 15 Fahrgästen wurde niemand verletzt.

© Bundespolizei

Für die Dauer der Bergungsarbeiten war die Bahnstrecke gesperrt, ein Schienenersatzverkehr war kurzzeitig eingerichtet. Um kurz nach 10 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden. Der Sachschaden wurde nach ersten Ermittlungen auf rund 5.000 Euro geschätzt. Polizeiangaben zufolge soll an der Weide, von der die Tiere stammen, ein Elektrozaungerät sowie Teile des Zaunes gestohlen worden sein.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen zu diesem Unfall aufgenommen. Wer Angaben zu dem Fall machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefon-Nr. 0561/81616-0 zu melden.

Ähnlicher Vorfall mit Güterzug auch in Rostock

Einen Tag zuvor kam es bereits in Rostock zu einem ähnlichen Vorfall. Dort prallte am frühen Sonntagmorgen (11. August), gegen 3:30 Uhr, ein Güterzug bei der Einfahrt in den Rostocker Seehafen mit einer Wildschweinrotte zusammen. Nachdem eine erste Nachschau durch Beamte der Bundespolizei aufgrund der nächtlichen Sichtverhältnisse negativ verlief, konnten bei Tageslicht am Ereignisort zwei Wildschweine aufgefunden werden. Eines der Tiere war bereits verendet, bei einem weiteren war ein Hinterlauf durch den Zug abgetrennt worden. Die Bundespolizisten erlösten das Tier von seinen Qualen. Durch die Tierrettung der Feuerwehr wurden die Kadaver vor Ort geborgen und entfernt.


red, Titelfoto: Bundespolizei

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