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Unbekannte werfen Fahrrad ins Gleis – ICE prallt mit 160 km/h auf Hindernis

© Bundespolizei (Symbolbild)

Am Mittwoch hat ein ICE zwischen Berlin und Halle (Saale) in Lutherstadt Wittenberg ein im Gleis liegendes Fahrrad erfasst und überfahren. Es kam zu Beschädigungen am Zug und der Infrastruktur. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

© Bundespolizei (Symbolbild)

Bislang unbekannte Täter haben am Mittwoch (14. August) in Lutherstadt Wittenberg ein Fahrrad in den Gleisbereich der dortigen Bahnstrecke geworfen. Ein ICE, der anschließend den Streckenabschnitt in der Nähe des Hauptbahnhofs mit 160 km/h durchfuhr, kollidierte gegen 16:45 Uhr mit dem Hindernis. Durch den Vorfall wurde der Frontbereich des Zuges beschädigt und das Fahrrad vollständig zerstört. Zudem wurde durch das Mitschleifen des Fahrrades das im Gleis befindliche LZB-Linienleiterkabel auf einer Länge von etwa 30 Metern aus der Halterung gerissen.

Polizeiangaben zufolge konnte der ICE wenig später seine Fahrt zunächst fortsetzen. Beamte des Bundespolizeireviers Dessau stellten am Tatort mehrere Teile des zerstörten Fahrrades sicher. Durch den Vorfall kam es zu einer 50-minütigen Streckensperrung. 29 Züge des Personen- und Güterverkehrs erhielten nach Angaben der Bundespolizei Verspätungen von insgesamt 1.283 Minuten.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet und weist darauf hin, dass es sich bei dieser Tat um keinen Kavaliersdelikt, sondern um eine schwerwiegende Straftat handelt. Glücklicherweise blieben höhere Sachschäden oder auch Personenschäden aus.

Zeugenaufruf

Wer Hinweise zu dem oder den Tätern hat, wird gebeten sich mit der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (Tel.: 0391 / 56549 555) in Verbindung zu setzen.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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