Nehmen Unfälle mit Lastwagen zu? – Westbahn bei Bahnübergangsunfall in Österreich entgleist

Die Ereignisse der letzten Tage erwecken den Eindruck, dass die Zahl der Bahnübergangsunfälle, an denen Lastwagen beteiligt sind, zunehmen. Neben den bereits vermeldeten Unfällen in Deutschland ereignete sich in der vergangenen Woche auch in Österreich eine Kollision, bei der ein Zug sogar entgleiste.


Bereits am Montag vor einer Woche (12. August) kam es in Österreich zu einem Unfall, bei dem ein Zug der Westbahn infolge der Kollision mit einem Lkw-Anhänger schwer beschädigt wurde.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Salzburg hatte ein 53-jähriger slowakischer Lkw-Fahrer in Seekirchen am Wallersee versucht, mit seinem Fahrzeug samt Anhänger kurz hinter einem Bahnübergang abzubiegen. Da der Lkw die starke Linkskurve jedoch nicht ohne Weiteres passieren konnte, ragte der Anhänger noch in den Gleisbereich, als sich die Bahnschranken bereits senkten. Der 36-jährige Lokführer eine aus Richtung Wien kommenden Zuggarnitur der Westbahn leitete noch eine Schnellbremsung ein, konnte eine Kollision mit dem Lkw-Anhänger aber nicht mehr verhindern. Durch den Aufprall entgleiste die Westbahn mit dem vorderen Drehgestell und wurde im Frontbereich stark beschädigt. Der Anhänger des Lkw, der mit Transportern beladen war, wurde etwa 10 Meter weit mitgeschleift, wodurch auch die Schrankenanlage sowie ein Oberleitungsmast beschädigt wurden.

Im Zug, der auf dem Weg nach Salzburg war, befanden sich Polizeiangaben zufolge rund 75 Fahrgäste von denen niemand verletzt wurde. Der Lkw-Fahrer sowie der Lokführer blieben ebenfalls unverletzt.

Aufgrund der umfangreichen Bergungsmaßnahmen war die Strecke für mehrere Stunden komplett gesperrt. Anschließend war über Tage nur ein eingleisiger Zugbetrieb möglich, da das Gleis an der Unfallstelle teilweise erneuert werden musste. Durch die Kollision war es hier zu erheblichen Beschädigungen am Gleiskörper gekommen.


red

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