S-Bahn München: Neues Konzept soll mehr 20-Minuten-Takt auf allen Linien ermöglichen

Künftig sollen die Fahrgäste der Münchner S-Bahn frühmorgens auch im Außenbereich zunehmend im 20-Minuten-Takt fahren können. Die ersten Neuerungen sollen bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember starten.


Künftig sollen die Fahrgäste der Münchner S-Bahn frühmorgens auch im Außenbereich zunehmend im 20-Minuten-Takt fahren können. „Wir wollen Taktlücken schließen und das Angebot weiter verbessern. Schon dieses Jahr beginnen wir mit besseren Verbindungen auf den Linien S1, S7 und S8.“ Das hat Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart kürzlich bekannt gegeben. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die S-Bahn München haben gemeinsam ein Verkehrskonzept entwickelt, das trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu Verbesserungen auf den Außenästen des MVV-Gesamtnetzes führen soll. „Je besser das Angebot ist, desto mehr Menschen können wir dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen und das ÖPNV-Netz zu nutzen“, so Reichhart. Die ersten Neuerungen sollen bereits zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2019 starten.

Die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt werden immer schwieriger, denn laut dem bayerischen Verkehrsministerium lassen sich immer weniger qualifizierte Lokführer finden. Umso größer seien die logistischen Hürden, einen besseren Takt mit noch mehr Fahrzeugen und noch mehr Personal herzustellen. Bayerns Verkehrsminister Reichhart freut sich deshalb, dass in einer gemeinsamen Kraftanstrengung mit der S-Bahn München nun ein erster Meilenstein genommen wurde, dessen Umsetzung personalseitig abgesichert ist. Die Bestellung der zusätzlichen Züge finanziert der Freistaat. Reichhart: „Wir nehmen für die Verbesserungen ab Dezember 2019 insgesamt rund 1,1 Millionen Euro jährlich in die Hand.“

Ab diesem Zeitpunkt werden in einem ersten Schritt folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Die S-Bahnen der Linie S1 werden vom bisherigen Endpunkt Ostbahnhof bis zum Leuchtenbergring im 20-Minuten-Takt verlängert.
  • Auch bisherige Betriebsfahrten ohne Fahrgäste auf den Linien S2 (Dachau ab 09:19 und 16:19 Uhr stadteinwärts), S3 (Maisach ab 16:02 Uhr stadteinwärts), S4 (Berg am Laim 15:46 Uhr stadteinwärts) und S7 (Kreuzstraße ab 15:46, 16:46 und 17:46 Uhr stadteinwärts mit Anschlüssen aus dem Mangfalltal) werden im kommenden Dezember für den Fahrgastbetrieb geöffnet.
  • Zwei zusätzliche Zugpaare auf den Linien S7 (Linienast nach Wolfratshausen) und S8 (Linienast nach Herrsching) montags bis freitags ermöglichen in Zukunft jeden Morgen einen einheitlichen Betriebsbeginn im gesamten S-Bahn-Netz.

Wie Reichhart weiter ergänzte, soll die BEG, die den Schienenpersonennahverkehr im Freistaat plant, finanziert und kontrolliert, darüber hinaus zusätzliche Fahrten bestellen. Reichhart: „Wir wollen bis Ende 2020 auf allen Linien, bei denen es die Infrastruktur zulässt, einen 20-Minuten-Takt zwischen Betriebsbeginn und der morgendlichen Hauptverkehrszeit realisieren. Besonders Pendler, Azubis und Schüler können dann davon profitieren.“

Immer mehr Menschen in Bayern nutzen den Schienenpersonennahverkehr als Alternative zum Individualverkehr. Die meisten Fahrgäste werden täglich im Münchner S-Bahn-Netz bewegt. Rund 840.000 Fahrgäste nutzen täglich das Angebot der S-Bahn München.


red/pm

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