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Bundespolizei ermittelt nach Güterzugentgleisung gegen Rangierlokführer

© Bundespolizei

Wie die Bundespolizei mitteilt, hat am vergangenen Mittwoch ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn im Rangierbahnhof München Nord einen Hemmschuh im Gleis vergessen. Als sich der Güterzug für eine Rangierfahrt in Bewegung setzte, wurde der Bremskeil vom Zug mitgeschleift und führte zur Entgleisung des ersten Wagen.


Am Mittwochvormittag (21. August) wollte ein Rangierlokführer einen im Rangierbahnhof München Nord abgestellten Güterzug von seinem Standort wegbewegen. Der Zug war durch einen Hemmschuh gegen Wegrollen gesichert. Da der 29-jährige Bahnmitarbeiter es nicht schaffte, den Hemmschuh, der unter einem Rad eingeklemmt war, herauszuziehen, setzte er den Zug zunächst zurück und legte anschließend die Bremsen an, sodass der Zug auch ohne Hilfsmittel nicht wegrollen konnte. Als der Bahnmitarbeiter den Güterzug später vorwärts bewegte, vergaß er laut Polizeiangaben den Hemmschuh von der Schiene zu entfernen und schleifte ihn daher mit sich. Auf Höhe einer Weiche verkeilte sich der Hemmschuh, wodurch zwei Achsen des ersten Wagens aus dem Gleis gehoben wurden. Durch den Vorfall entstanden Beschädigungen am Güterwagen sowie an der Infrastruktur. Da der Zug an einer strategisch ungünstigen Stelle im Rangierbahnhof zum Stehen kam, waren bis zur Bergung sieben weitere Gleise blockiert.

Der 29-jährige Rangierlokführer verweigerte einen freiwilligen Atemalkoholtest. Gegen ihn wird wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Die Schadenshöhe ist laut Polizeiangaben noch Gegenstand der Ermittlungen.


red – aktualisiert

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