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Sachbeschädigung am Bahnhof Leinhausen, Rentnerin betätigt Notentriegelung während der Fahrt und weitere Polizeimeldungen

© Bundespolizei

Überblick der Meldungen: Sachbeschädigung am Bahnhof Leinhausen – Schadenshöhe 12.000 Euro +++ Rentnerin stoppt Zug mit Notentriegelung +++ Weg über die Gleise abkürzt – Jugendliche zwingen Zug zur Schnellbremsung +++ Vier junge Männer lösen eine Notbremsung der Regionalbahn aus +++ Mann in Karlsruhe von Straßenbahn erfasst +++ 15-Jährige Radfahrerin nach Rotlichtverstoß von Straßenbahn erfasst


Sachbeschädigung am Bahnhof Leinhausen – Schadenshöhe 12.000 Euro

Am Mittwochvormittag (21. August) wurde von der Deutschen Bahn eine Sachbeschädigung am Bahnhof Leinhausen angezeigt. Drei sogenannte Zugzielanzeiger wurden durch Schlag oder Bewurf beschädigt. An zwei Aushangvitrinen und einem Fahrkartenautomaten zerschlugen der oder die unbekannten Täter die Scheiben. Insgesamt beziffert die Deutsche Bahn den Schaden auf mindestens 12.000 Euro.

Festgestellt wurden die Beschädigungen gegen 09:14 Uhr. Die Tatzeit kann laut Polizeiangaben nicht weiter eingegrenzt werden. Zeugen, die mögliche Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0511 303650 an die Bundespolizeiinspektion Hannover zu wenden.


Rentnerin stoppt Zug mit Notentriegelung

Am Mittwoch (21. August) wurde ein Zug bei Baunatal-Guntershausen nach rund 100 Metern Fahrt gestoppt. Laut Polizeiangaben hatte eine 68-jährige Frau die Notentriegelung einer Tür betätigt, stieg aus dem Zug aus und lief zum Bahnhof zurück. Die Seniorin wurde dort kurz darauf von einem Bahnmitarbeiter in Empfang genommen und an die verständigte Bundespolizei übergeben. Die übrigen Reisenden wurden von der plötzlichen Bremsung des Zuges überrascht, blieben aber unverletzt.

Den Bundespolizisten erzählte die Frau aus dem Emsland, dass sie nach Bad Wildungen fahren wollte. Als sie ihren Fehler bemerkte, hätte sie Panik bekommen und die Notentriegelung betätigt.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat somit gegen die 68-Jährige ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Missbrauchs von Nothilfemitteln sowie des Verdachts eines Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.


Weg über die Gleise abkürzt – Jugendliche zwingen Zug zur Schnellbremsung

Der Lokführer einer Eurobahn musste am Mittwochabend (21. August) eine Schnellbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß mit drei Jugendlichen zu verhindern. Der Zug befand sich kurz vor dem Haltepunkt Dortmund-Scharnhorst, als drei Jungen aus Hagen im Alter von 16, 17 und ebenfalls 17 Jahren kurz vor der Bahn über die Gleise liefen. Noch vor dem Bahnsteig kam die Eurobahn zum Stehen und setzte nach kurzem Halt die Fahrt fort. Dort bestiegen die Jugendlichen den Zug, in dem auch ein Bundespolizist saß, der auf dem Weg zum Dienst war. Sofort begab sich dieser gemeinsam mit einem weiteren Zeugen des Vorfalls, einem Mitarbeiter der Eurobahn, zu den Personen. Diese äußerten gegenüber dem Polizisten, dass sie unbedingt den Zug erreichen mussten und deshalb den Weg quer über die Gleise abgekürzt hätten. Am Dortmunder Hauptbahnhof angekommen, mussten die Jungen zunächst mit zur Wache der Bundespolizei. Dort wurden sie eindringlich über ihr lebensgefährliches Handeln aufgeklärt. Auch die Erziehungsberechtigten der Jugendlichen wurden telefonisch über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Vornahme einer Betriebsstörung/-gefährdung und unbefugten Aufenthaltes in den Gleisen. Die Jungen durften später ihren Weg fortsetzen.


Vier junge Männer lösen eine Notbremsung der Regionalbahn aus

Am Freitag (23. August), gegen 21:55 Uhr, überqueren vier junge Männer aus Troisdorf und Sankt Augustin gemeinsam den Bahnübergang Frankfurter Straße/An der Brölbahn in Hennef, obwohl die Schranken geschlossen waren und die Lichtsignalanlage Rotlicht anzeigte. Der Lokführer einer Regionalbahn aus Eitorf kommend, erkannte die Gefahr und leitete ein Schnellbremsung ein, wodurch ein Zusammenstoß mit den Fußgängern vermieden werden konnte. Von den Fahrgästen wurde keiner verletzt. Gleisbauarbeiter der Deutschen Bahn beobachteten den Vorgang und hielten die jungen Männer bis zum Eintreffen der Polizei fest. Sie wurden nach erfolgter Personalienfeststellung vor Ort entlassen.

Gegen die vier jungen Männer wurde ein Verfahren wegen Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr und Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung eingeleitet. In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei wiederholt eindringlich darauf hin, dass das Überqueren von Bahnübergängen bei Rotsignal nicht selten tödlich endet.


Mann in Karlsruhe von Straßenbahn erfasst

Ein 33-jähriger Mann ist am Mittwoch gegen 22.40 Uhr in Karlsruhe von einer Straßenbahn erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Obwohl der Fahrer der Linie S5 die Person auf dem Gleis laufend erkennen konnte, ein Achtungssignal gab und sofort eine Schnellbremsung einleitete, kam der 33-Jährige unter der Bahn zum Liegen. Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe und die Freiwillige Feuerwehr Grötzingen mussten die Bahn anheben, um den Mann zu bergen. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Warum der 33-Jährige sich auf den Gleisen aufhielt, ist laut Polizeiangaben Gegenstand weiterer Ermittlungen.


15-Jährige Radfahrerin nach Rotlichtverstoß von Straßenbahn erfasst

Eine 15-Jährige fuhr am Donnerstag gegen 12.05 Uhr an der Haltestelle Welfenstraße wohl bei Rotlicht in den Gleisbereich und wurde von einer Straßenbahn erfasst. Das Fahrrad der Jugendlichen wurde zwischen Tram und Haltestellenbordstein eingeklemmt, wobei das Mädchen vom Rad stürzte und sich glücklicherweise nur leichte Verletzungen an der Schulter zuzog. In der Bahn kam niemand zu Schaden. Der Straßenbahnverkehr vom Hauptbahnhof in Richtung der Europahalle war rund eine Stunde unterbrochen.


red/bpol/pol

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