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Bau der Schallschutzwände in Flensburg und Handewitt abgeschlossen

Installation von Lärmschutzwänden auf einer Eisenbahnstrecke. (Foto: © DB AG / Frank Kniestedt)

© DB AG / Frank Kniestedt (Archiv)

Die Deutsche Bahn hat in Flensburg und Handewitt vier Schallschutzwände auf einer Gesamtlänge von über drei Kilometern errichtet. Die Arbeiten wurden kürzlich abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionssumme liegt bei rund 5,6 Millionen Euro.


Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ hat die Deutsche Bahn in Flensburg und Handewitt vier Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 3.112 Metern errichtet. Die Investitionen für diese aktiven Schallschutzmaßnahmen belaufen sich nach Unternehmensangaben auf insgesamt 5,6 Millionen Euro. Anlässlich des symbolischen Abschlusses der Bauarbeiten wurde kürzlich das letzte Wandelement eingehoben. Bei dieser Veranstaltung sprachen Alexander Pawlik, Leiter Portfolio Lärmsanierung bei der DB Netz AG, sowie Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, und Thomas Rasmussen, Bürgermeister der Gemeinde Handewitt, zu den Gästen.

„Die Schallschutzmaßnahmen entlasten zahlreiche Wohneinheiten entlang der Eisenbahnstrecke erheblich von Lärmeinwirkungen. Sie sind Teil unserer neuen Strategie Starke Schiene“, so Alexander Pawlik. Oberbürgermeisterin Simone Lange ergänzt: „Der verbesserte Schallschutz bedeutet künftig mehr Lebensqualität für die Menschen in unserer Region und das freut uns sehr.“ Bürgermeister Thomas Rasmussen merkt an: „Es freut uns, dass viele Anwohner in unserer Gemeinde Handewitt durch die Baumaßnahme vom Schienenverkehrslärm entlastet werden.“

Zusätzlich zu den Schallschutzwänden wird für 309 Wohneinheiten der Anspruch auf passiven Schallschutz geprüft, beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür stellt der Bund rund 104.000 Euro zur Verfügung.

Seit 1999 fördert die Bundesregierung die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“. Damit sind Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege finanziell möglich. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn über 1,3 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von rund 1.700 Kilometern Schienenstrecke und 58.400 Wohneinheiten investiert. Über 700 Kilometer Schallschutzwände wurden nach Angaben der Deutschen Bahn bereits errichtet.

Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.


red

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