Vossloh verkauft Lokomotivenbau an chinesischen Zughersteller

Der Bahntechnikhersteller Vossloh AG hat sein Geschäftsfeld Locomotives an eine Tochtergesellschaft der China Railway Rolling Stock Corporation Ltd. (CRRC) verkauft. Der Kaufpreis soll nach Konzernangaben im niedrigen Millionenbereich liegen.


Die Vossloh AG hat am Montag (26. August) einen Vertrag über die Veräußerung des Geschäftsfelds Locomotives an die CRRC Zhuzhou Locomotive Co., Ltd., Zhuzhou, China (CRRC ZELC), eine Tochtergesellschaft der China Railway Rolling Stock Corporation Ltd. (CRRC), unterzeichnet. Der Geschäftsbereich Transportation mit den nicht fortgeführten Aktivitäten des Geschäftsfelds Locomotives gehörte seit einiger Zeit nicht mehr zum Kerngeschäft des Vossloh-Konzerns.

CRRC gehört zu den weltweit größten Schienenfahrzeugherstellern. Der vereinbarte Kaufpreis unterliege, abhängig von der Entwicklung verschiedener Bilanzpositionen, noch einer Anpassung zum Vollzugstermin und wird sich voraussichtlich auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag belaufen. Vossloh stehen im Rahmen der Vereinbarung Erlöse aus dem künftigen Verkauf bestimmter Vermögensgegenstände zu, woraus in den kommenden Jahren weitere Zahlungseingänge in Höhe von rund 10 Millionen Euro erwartet werden. Auf dieser Basis rechnet Vossloh nach eigenen Angaben mit einer zusätzlichen Belastung des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Aktivitäten in einer Größenordnung von ca. 30 bis 35 Millionen Euro.

Die CRRC ZELC habe sich vertraglich verpflichtet, sämtliche Garantien und Bürgschaften abzulösen, die die Vossloh AG für das Geschäftsfeld Locomotives übernommen hat. Der wirtschaftliche Übergang an die Käuferin soll mit Vollzug der Transaktion, voraussichtlich im Verlauf der nächsten Monate, erfolgen.

Der Aufsichtsrat der Vossloh AG hat dem Verkauf bereits zugestimmt. Bis zum Vollzug der Transaktion müssen noch verschiedene Bedingungen erfüllt werden, teilt die Vossloh AG mit. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden in Europa und China, insbesondere der fusionskontrollrechtlichen und außenwirtschaftsrechtlichen Freigaben sowie der üblichen Genehmigungen der chinesischen Behörden.


red

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