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„Das war echt mies“ – Lokführer reagiert verärgert auf jugendliche Gleisläufer

Symbolbild: Ein Zug der Eurobahn. (Foto: © Eurobahn)

© Keolis Deutschland (Archiv)

Am 21. August war ein Eurobahn-Lokführer gezwungen, seinen Zug per Schnellbremsung anzuhalten, um einen Personenunfall zu verhindern. Mehrere Jugendliche hatten die Gleise vor dem einfahrenden Zug überquert. Gegenüber Bahnblogstelle äußerte der Eurobahn-Lokführer sein Unverständnis für die Gleisläufer.


Weil mehrere Jugendliche am Mittwoch vor einer Woche (21. August) ihren Weg über die Gleise abkürzten, war ein Eurobahn-Lokführer gezwungen, seinen Zug zu stoppen, um einen Personenunfall zu verhindern. Wie der Lokführer gegenüber Bahnblogstelle verriet, war der Vorfall „echt mies“. Mit Einleitung der Schnellbremsung gab er auch das Achtungssignal Zp 1 bis zum Stillstand des Zuges ab. „Wie gut das kein Fahrgast verletzt worden ist.“ So eine Dummheit müsse mit Sozialstunden oder Geldstrafe bestraft werden, sagte der Eisenbahner, der nachvollziehbar kein Verständnis für derartige Handlungen hat.

Nach Angaben der Bundespolizei befand sich der Zug kurz vor dem Haltepunkt Dortmund-Scharnhorst als mehrere Jungen im Alter von 16 und 17 Jahren vor der Eurobahn über die Gleise liefen. Durch die Schnellbremsung kam der Zug noch vor dem Bahnsteig zum Stehen und setzte nach kurzem Halt die Fahrt fort. Nachdem die jugendlichen Gleisläufer den Zug bestiegen, begaben sich ein Eurobahn-Mitarbeiter und ein Bundespolizist, der sich zufällig in der Bahn befand, zu den Jungen. Sie erklärten gegenüber dem Polizisten, dass sie den Zug unbedingt noch erreichen wollten und deshalb den Weg quer über die Gleise abgekürzt hätten. Am Dortmunder Hauptbahnhof wurden die Jungen mit zur Bundespolizeiwache genommen. Nachdem sie über ihr lebensgefährliches Handeln eindringlich aufgeklärt wurden, wurden die Erziehungsberechtigten über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Die Jungen durften anschließend ihren Weg fortsetzen.

Gegen die Jugendlichen wird seitens der Bundespolizei wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Vornahme einer Betriebsstörung/-gefährdung und unbefugten Aufenthaltes in den Gleisen ermittelt.


red

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