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Netzfahrplan 2020 steht – Starker Anstieg bei Trassenanmeldungen der Wettbewerber

Bahnhofsuhr - Uhr auf einem Bahnsteig im Bahnhof Düsseldorf Flughafen (Foto: © DB AG /Axel Hartmann)

© DB AG / Axel Hartmann

Der Netzfahrplan für das Jahr 2020 steht. Für die Erstellung des Fahrplans mussten seit April 72.000 Trassenanmeldungen bearbeitet und über 3.000 Konflikte gelöst werden.


Die Trassenanmeldungen für den Fahrplan 2020 sind deutlich angestiegen. Vor allem der Anteil im Schienenfernverkehr habe sich nach Angaben der Deutschen Bahn im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Ähnlich entwickelte sich auch der Personennah- und Güterverkehr, wo die Anmeldungen DB-externer Bahnen auf über 39 bzw. 37 Prozent anwuchsen. Insgesamt sind auf dem Netz der Deutschen Bahn derzeit rund 440 Eisenbahnverkehrsunternehmen unterwegs, darunter mehr als 420, die nicht zum DB-Konzern gehören.

Bis zum 8. April sind bei der DB Netz AG, dem Schieneninfrastrukturbetreiber der Deutschen Bahn, fristgerecht mehr als 72.000 Trassenanmeldungen eingegangen. Darin teilen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr verbindlich mit, an welchen Tagen, zu welcher Zeit und auf welcher Strecke sie mit ihren Zügen fahren wollen. An dem jetzt fertig gestellten Fahrplan, der ab dem 15. Dezember gilt, waren 140 Mitarbeiter der Netztochter der Deutschen Bahn wochenlang beschäftigt. Die Fahrplankonstrukteure hatten insgesamt 50 Tage Zeit, möglichst für jeden individuellen Verkehrswunsch einen passenden, freien Slot zu finden und in Abstimmung mit allen Beteiligten einen funktionierenden Fahrplan zu erstellen. Um dies zu realisieren, mussten über 3.000 Konflikte – die entstehen können, wenn mehrere Bahnunternehmen den gleichen Schienen-Slot nutzen wollen – gelöst werden. Bevor nun Mitte Dezember der Fahrplanwechsel ansteht, haben die Transporteure Zeit, Buchungssysteme mit den neuen Daten zu bestücken, Fahrplanunterlagen zu produzieren und Materialien für Reisende oder Güterverkehrsunternehmen vorzubereiten.

Neben den Zügen im Netzfahrplan, die regelmäßig und meist mehrmals im gleichen Slot unterwegs sind, gibt es auch flexible Verkehre, die häufig nur einmalig fahren. Die dafür erforderlichen rund 950.000 Einzelfahrpläne, vor allem für den Güterverkehr, müssen rund um die Uhr kurzfristig konstruiert werden. Mit digitaler Unterstützung soll dies laut DB-Angaben zukünftig noch einfacher und innerhalb weniger Minuten möglich werden.


red

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