Vossloh-Chef Busemann sieht Lokomotivenbau bei CRRC „in guten Händen“

Nach der Vertragsunterzeichnung zur Veräußerung des Lokomotivengeschäfts von Vossloh macht Konzernchef Andreas Busemann deutlich, dass man mit dem chinesischen Zughersteller CRRC einen „starken strategischen Partner“ gefunden habe, um das Geschäft zukunftssicher auszurichten und Synergien zu nutzen. Der Geschäftsbereich Transportation mit den nicht fortgeführten Aktivitäten von Vossloh Locomotives gehörte seit einiger Zeit nicht mehr zum Kerngeschäft des Vossloh-Konzerns.


Andreas Busemann, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG:

„Uns war wichtig, Vossloh Locomotives in gute Hände zu geben. Dies sind wir nicht zuletzt den Menschen vor Ort schuldig und dies ist uns nun gelungen. Das strategische Konzept von CRRC hat uns überzeugt. Der Verkauf gibt uns Stabilität und beendet den langjährigen Abfluss von Mitteln, die im Kerngeschäft dringend benötigt werden. Wir haben nach mehrjährigen Sondierungen und intensiven Verhandlungen mit einer Vielzahl von möglichen Partnern für Vossloh Locomotives und für Vossloh die beste aller Alternativen umgesetzt und insgesamt ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Auch die Buchverluste können wir aufgrund unserer starken Bilanz gut verkraften.“

Ende August verkündete die Vossloh AG den Verkauf ihres früheren Lokomotivengeschäfts an die CRRC Zhuzhou Locomotive Co., Ltd., Zhuzhou, China (CRRC ZELC), einer Tochtergesellschaft der China Railway Rolling Stock Corporation Ltd. (CRRC). Der wirtschaftliche Übergang an die Käuferin soll mit Vollzug der Transaktion, voraussichtlich im Verlauf der nächsten Monate, erfolgen. Der Kaufpreis soll im niedrigen Millionenbereich liegen. Aktuell steht die Transaktion noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden in Europa und China.

Laut Unternehmensangaben bediente Vossloh Locomotives zuletzt mit seinen Rangierlokomotiven einen technologisch wie geografisch nur eng umrissenen Nischenmarkt und habe zudem in den vergangenen Jahren das Ergebnis und die Nettofinanzverschuldung des Konzerns erheblich belastet. Ende 2014 wurde durch den Vorstand der Vossloh AG beschlossen, den Konzern künftig vollständig auf das Geschäft rund um die Bahninfrastruktur auszurichten. Der Geschäftsbereich Transportation, zudem auch der Lokomotivenbau zählte, gehörte fortan nicht mehr zum neu definierten Kerngeschäft. Die „marktführende Position“ im Bereich Bahninfrastruktur, die der Konzern derzeit einnimmt, will das Unternehmen zukünftig weiter stärken.


red

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