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Andreas Meyer tritt im kommenden Jahr als SBB-Chef zurück

Nach rund 13 Jahren an der Spitze der SBB wird Andreas Meyer im kommenden Jahr seinen Posten als CEO aufgeben. Der Verwaltungsrat wurde über diesen Schritt bereits im Mai informiert. Seither läuft die Suche nach einer Nachfolge.


Bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) steht eine Änderung in der Chefetage an. Wie das Unternehmen mitteilt, wird Andreas Meyer, der die SBB AG seit 2007 führt, spätestens Ende 2020 von seiner jetzigen Position zurücktreten. Der 58-Jährige habe diese Entscheidung bereits im Frühjahr getroffen und darüber auch den Verwaltungsrat in Kenntnis gesetzt, heißt es von Seiten der SBB. „Der Zeitpunkt für die Ankündigung meines Rücktritts wurde mit dem Verwaltungsrat frühzeitig festgelegt und entspricht meiner Intention, vor dem 60. Altersjahr eine neue berufliche Phase einzuleiten“, sagte SBB CEO Andreas Meyer. Er wolle bis zum Rücktritt die volle Verantwortung und die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens mit hoher Priorität weiter wahrnehmen. Der Verwaltungsrat hat die Suche zur Neubesetzung der SBB-Spitze bereits eingeleitet.

Der jetzige Zeitpunkt für einen Wechsel sei richtig, weil der Strategieprozess 2020 laut SBB-Angaben im nächsten Jahr abgeschlossen werde. Ferner zeichne sich in den nächsten Jahren ein Generationenwechsel in verschiedenen Führungspositionen ab. Meyer wolle die Wahl des neuen Führungsteams seiner Nachfolge überlassen. Der 58-Jährige will sich mit seiner Erfahrung künftig „vermehrt in strategische Aufgaben und ausgewählte Projekte einbringen“, u.a. „in Verwaltungsräten, und in der Begleitung von Startups sowie in gemeinnützigen Organisationen“.

Zu den Meilensteinen von Meyer an der Führung der SBB gehörten die Neupositionierung der Tochterunternehmen SBB Cargo und SBB Immobilien. Zudem sei durch Meyer Transparenz beim Netzzustand geschaffen worden. Ebenso habe er die Sanierung der SBB Pensionskasse vorangetrieben. In Meyers Amtszeit fällt auch die Digitalisierung der Kundenangebote und der Arbeitsmittel bis in den Führerstand. Zu den schwierigen Momenten für ihn gehörte laut SBB-Angaben der Streik im Industriewerk Bellinzona 2008, die stark verzögerte Inbetriebnahme der neuen Fernverkehrs-Doppelstockzüge und zuletzt, nach dem Unfalltod eines Zugbegleiters, auch Fragen zum Thema Sicherheit.


red

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