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Junge Männer klettern auf Güterwagen – 16-Jähriger durch Stromschlag schwer verletzt

Ein 16-Jähriger ist am Freitagabend (13. September) bei einem Stromunfall schwer verletzt worden. Der Verunfallte war laut einer Mitteilung der Bundespolizei gemeinsam mit einem 18-Jährigen im Bereich der Bahnstrecke zwischen Aalen und Unterkochen auf einen abgestellten Güterzug geklettert. Dabei kam der 16-Jährige der 15.000 Volt führenden Oberleitung offenbar zu Nahe und erhielt einen Stromschlag. Der Jugendliche zog sich bei dem Vorfall schwerste Verbrennungen zu, befindet sich aber derzeit außer Lebensgefahr, teilte die Bundespolizei mit. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Jugendlichen in ein Krankenhaus. Sein zwei Jahre älterer Begleiter erlitt einen Schock und wurde im Anschluss durch Notfallseelsorger vor Ort betreut.

Neben Einsatzkräften des Rettungsdienstes, Mitarbeitern der Notfallseelsorge und der Deutschen Bahn waren zudem Streifen der Bundes- und Landespolizei im Einsatz. Der betroffene Streckenabschnitt war für den Zeitraum der Einsatz- und Rettungsmaßnahmen teilweise gesperrt, wodurch es zu bahnbetrieblichen Verzögerungen kam.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Unbefugte Aufenthalte in Gleisanlagen sind lebensgefährlich. Die Gefahren, die von Oberleitungen ausgehen sind nicht sichtbar und werden oftmals unterschätzt. Bereits die Nähe zu Bahn-Oberleitungen, z.B. durch das Klettern auf Güterwagen, genügt für einen Stromüberschlag. Die Oberleitung muss hierfür nicht einmal berührt werden. Die Oberleitungen haben eine Spannung von 15.000 Volt, was etwa dem 65fachen einer Haushaltssteckdose entspricht. Durch eine Annäherung kann diese Stromspannung die Luft überspringen und auf einem Lichtbogen über den Körper zur Erde gelangen.


red

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