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Coradia iLint: Wasserstoffzüge legen im ersten Betriebsjahr bereits 130.000 Kilometer zurück

Die ersten Coradia iLint-Züge, die seit September 2018 im Weser-Elbe-Netz unterwegs sind, haben im ersten Betriebsjahr bereits über 130.000 Kilometer zurückgelegt. Aktuell befinden sich die Züge in einer Betriebspause.


Im September 2018 sind die beiden weltweit ersten wasserstoffbetriebenen Regionalzüge vom Typ Coradia iLint im Weser-Elbe-Netz in den regulären Fahrplaneinsatz mit Fahrgästen gestartet. Um die im ersten Jahr gewonnenen Erkenntnisse auszuwerten, haben der Zughersteller Alstom und die Landesnahverkehrsgesellschaft des Landes Niedersachsen (LNVG) die Fahrzeuge Ende August vorübergehend aus dem Verkehr genommen. Die neuen Züge haben nach Angaben der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) in den ersten knapp 12 Monaten auf der Strecke zwischen Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude bereits über 130.000 Kilometer zurückgelegt. In der jetzigen Betriebspause, die „so klein wie möglich“ gehalten werden soll, kommen auf der RB-Linie 33 statt der Wasserstoffzüge ersatzweise Dieseltriebwagen des Typs Coradia Lint 41 zum Einsatz.

Laut einem Medienbericht ist das Interesse an den neuen Wasserstoffzügen groß. Bereits 35 Nationen hätten sich über die emissionsfrei fahrenden Züge informiert, sagte Jens Sprotte vom Hersteller Alstom gegenüber der Nordsee-Zeitung. „Das geht vom japanischen Umweltminister über niederländische Regierungsvertreter bis hin zu neuseeländischen Reisegruppen“, so der Leiter für Stadtverkehr und Systeme.

Der Coradia iLint ist ein Zug, der mithilfe einer Brennstoffzelle elektrische Energie aus Wasserstoff erzeugt. Sowohl die Elektromotoren als auch die an Bord befindlichen Lithium-Ionen-Akkus werden so mit Strom versorgt. Ab 2021 sollen 14 Züge diesen Typs, die eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h erreichen, im evb-Netz unterwegs sein. Die Anschaffung wird durch das niedersächsische Verkehrsministerium mit über 81 Millionen Euro unterstützt. Gebaut werden die Fahrzeuge am Alstom-Standort in Salzgitter.


red

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