Regionalzug überfährt ins Gleis gelegte Holzlatten und Steine

Wegen eines Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, zwischen Lollar und Gießen bei Bahnkilometer 131,2, ermittelt seit Dienstag (17. September) die Bundespolizei Kassel. Bislang unbekannte Täter hatten dort auf der Bahnstrecke Frankfurt-Kassel auf einer Länge von zwei Metern Schottersteine und Holzlatten ins Gleis gelegt.

Ein Regionalzug, der die Hindernisse bemerkte, leitete gegen 15:30 Uhr aus einer Geschwindigkeit von etwa 80 km/h noch eine Schnellbremsung ein, konnte das Überrollen der Gegenstände jedoch nicht mehr verhindern. Der Zug setzte seine Fahrt wenig später fort. Von den rund 200 Reisenden wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Am Zug sind nach ersten Ermittlungen keine Schäden entstanden. Eine genauere Untersuchung soll noch folgen.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass solche Taten gefährlich sind. „Die Möglichkeit, dass Züge tatsächlich entgleisen besteht nahezu immer. Besonders die Reisenden im Zug werden von plötzlichen Schnellbremsungen überrascht und können sich durch Stürze oder umherfliegende Gegenstände verletzen“, erklärt Bundespolizei-Sprecher Klaus Arend.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat ein Strafverfahren eingeleitet. Mögliche Hinweisgeber werden gebeten, sich bei den zuständigen Beamten unter der Telefon-Nr. 0561/81616-0 zu melden.


red

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