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Pesa-Fahrzeuge im Sauerland-Netz sorgen weiterhin für Probleme

Seit dem Einsatz der neuen Pesa-Link-Fahrzeuge im Sauerland-Netz kommt es aus verschiedenen technischen Gründen zu regelmäßigen Problemen. Nach Angaben des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) arbeiten der Betreiber DB Regio NRW und der Fahrzeughersteller Pesa gemeinsam an den erforderlichen Abhilfemaßnahmen. „Wie angekündigt, durchlaufen alle Pesa Link-Neufahrzeuge aktuell eine ‚Rollkur‘, in der jedes Fahrzeug im Werk von Pesa optimiert und nachgebessert wird, um anschließend wieder in einen vertragskonformen, stabilen Betrieb überführt zu werden“, teilt der NWL mit. Die komplexe Fahrzeugtechnik sei dabei ein wesentlicher Faktor. Es wurden Probleme in der Software und an der Fahrzeugelektrik erkannt.

Ein weiterer Kritikpunkt seien die verschiedenen Lärmemissionen der Fahrzeuge. Sowohl von Fahrgästen als auch von Anwohnern entlang des Sauerland-Netzes werde über laute Klimaanlagen, Bremsen, Warnsignale und Lüfter geklagt. „Auch diese Punkte wurden und werden intensiv einer Untersuchung unterzogen und durch unterschiedliche Maßnahmen abgestellt“, heißt es vom NWL. Ein Zeitpunkt könne aufgrund der hohen Komplexität der Komponenten, sowie unterschiedlicher Emissionsursachen noch nicht genannt werden. „Allerdings kommen Hersteller und Betreiber hier an Grenzen der technischen und vertraglichen Machbarkeit, denn die heute eingesetzten Pesa-Fahrzeuge verfügen vollumfänglich über eine den üblichen Normen entsprechende Zulassung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA). Sollte also der Nachrüstungsbedarf bestimmte Größenordnungen überschreiten oder sich als nicht ausreichend erweisen, könnten vertragliche bzw. finanzielle Hürden entstehen“, so der NWL weiter. Dennoch geht der Verband nach eigenen Angaben derzeit davon aus, dass bald „eine spürbare Verbesserung der Kritik- und Mängelpunkte“ zu erwarten sei.


red

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