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Untersuchungsbericht zur ICE-Entgleisung im November 2017 veröffentlicht

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat den Schlussbericht zur Zugentgleisung vom 29. November 2017 veröffentlicht. Damals war ein ICE der Deutschen Bahn im Bahnhof Basel SBB beim Befahren einer Doppelkreuzungsweiche mit mehreren Wagen entgleist.


Am 29. November 2017 entgleisten um 16:59 Uhr drei Mittelwagen von ICE 75 bei der Einfahrt in den Bahnhof Basel SBB. Der mit ungefähr 500 Reisenden besetzte Zug war auf dem Weg von Hamburg-Altona nach Chur. Laut dem jetzt veröffentlichten Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), ist die Ursache des Unfalls im Bereich der „versteilten Doppelkreuzungsweiche“ 317 darauf zurückzuführen, dass infolge eines zu großen Klaffmaßes (Abstand zwischen Weichenzunge und Backenschiene, in der Schweiz „Stockschiene“ genannt) durch das Wegkippen der Stockschiene das erste linke Rad des neunten Mittelwagens im Bereich der Weichenzungen auf die Zungenoberkante auflief, die Spurführung verlor und nach zwei Metern entgleiste. Als Folge entgleiste danach auch der vorausrollende achte Wagen mit beiden Drehgestellen. Der nachlaufende, zehnte Wagen entgleiste mit dem ersten Drehgestell nach links. Es wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden an der Infrastruktur und an den Fahrzeugen war jedoch beträchtlich. Im Rahmen der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass der „ungenügende Schmierzustand der Schienenfahrkanten und der Weichenzungen maßgeblich zum Risiko beitragen“ kann.

Der SUST-Bericht gibt folgende Sicherheitsempfehlung ab: Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) „sollte Maßnahmen und Vorgaben prüfen, die sicherstellen, dass in Bereichen mit fahrdynamisch anspruchsvoller Gleisgeometrie jederzeit die Schmierung der Schienenflanke sichergestellt ist.“

Zum Schlussbericht


red

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