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30 zusätzliche Fernverkehrszüge bis 2022 – Bahnchef nennt erste Details zur geplanten Anschaffung

Zusätzlich zu den insgesamt rund 350 ICE-Zügen, die bis 2022 planmäßig zur Verfügung stehen sollen, will die Deutsche Bahn weitere 30 Fahrzeuge anschaffen. Am Sonntag nannte Bahnchef Richard Lutz erste Details dazu.


2018 nutzten knapp 148 Millionen Menschen die Züge des Fernverkehrs der Deutschen Bahn. In den kommenden Jahren beabsichtigt das Unternehmen die Zahl der Fernverkehrsreisenden auf über 260 Millionen pro Jahr zu verdoppeln. Allein durch die Mehrwertsteuersenkung auf Fernverkehrstickets, die ab 2020 kommen soll, rechnet der Konzern nach eigenen Angaben mit einem Zuwachs von jährlich fünf Millionen Fahrgästen. Die heutige ICE-Flotte, die derzeit aus rund 280 Zügen besteht und nach bisherigen Planungen auf über 350 anwachsen soll, reicht dafür langfristig aber nicht aus. Aus diesem Grund hatte die Deutsche Bahn am Freitag angekündigt, 30 zusätzliche Züge bis 2022 anschaffen zu wollen. Dadurch sollen pro Tag über 13.000 weitere Sitzplätze angeboten werden.

Im Rahmen einer Pressekonferenz nannte Bahnchef Richard Lutz jetzt erste Details und machte dabei deutlich, dass es sich bei den Neufahrzeugen nicht um weitere ICE 4 handeln werde. Man setze „ganz bewusst“ auf „Hochgeschwindigkeitszüge, die 300 Stundenkilometer fahren können.“ Die neueste ICE-Generation der Baureihe 412 erreicht jedoch nur 250 km/h. Insbesondere auf den Relationen Berlin–München und Köln–Rhein/Main seien schnellere Züge erforderlich, um die zusätzliche Nachfrage an Reisenden zu decken. „Es wird ein bewährtes Hochgeschwindigkeitsfahrzeug sein“, sagte Lutz. Allerdings könne er der Ausschreibung, die bis zum Jahresende erfolgen solle, nicht vorgreifen. Inklusive der notwendigen Instandhaltungsanlagen geht Lutz von Investitionen in der Größenordnung von rund einer Milliarde Euro aus.


red – aktualisiert

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