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Angespannte Fahrzeugsituation bei der S-Bahn München – Taktverstärker sollen bald wieder rollen

Bei der S-Bahn München fehlen derzeit zu viele Fahrzeuge für den tatsächlichen Fahrgastbetrieb. Eine Taskforce hat daher Punkte erarbeitet, die eine schrittweise Wiedereinführung der Taktverstärker ermöglichen sollen.


Bei der Münchner S-Bahn fallen zum Ärgernis vieler Fahrgäste seit einiger Zeit die sogenannten Taktverstärker, die vor allem auf den Linien S3 und S8 im Berufsverkehr für mehr Kapazität sorgen sollen, aus. Aber auch auf den Linien S2 und S20 kommt es derzeit zu einzelnen Ausfällen. Auch der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte die Situation bereits und teilte kürzlich mit, dass der Ausfall der 10-Minuten-Takte für jeden, der die Entwicklung der Münchner S-Bahn verfolgt, seit Monaten absehbar gewesen wäre.

© DB AG (Archiv)

„Die Fahrzeugverfügbarkeit ist weiterhin angespannt“, sagte Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel am Dienstag. Dennoch habe eine eingesetzte Taskforce Lösungsansätze identifiziert, die für die Fahrgäste schnellstmöglich Verbesserungen bringen sollen. Ab Mitte Oktober sollen die aktuell ausfallenden Taktverstärker schrittweise wieder angeboten werden. Josel weist jedoch daraufhin, dass Einschränkungen beim Angebot der Taktverstärker sich auch „in den nächsten Wochen leider nicht gänzlich vermeiden lassen.“ Um aktuell mehr Züge für die Fahrgäste zur Verfügung zu haben, prüft die S-Bahn München nach eigenen Angaben in Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), vorübergehend weniger Fahrzeuge der Baureihe ET 423 in die Modernisierung zu schicken und den Zeitplan zu überarbeiten. Die Stabilisierung der Fahrzeugsituation habe laut Josel derzeit „oberste Priorität“.

Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen ab dem 21. Oktober rund 20 Prozent und ab Mitte November rund 50 Prozent der Taktverstärker wieder auf den Linien S3 und S8 angeboten werden. Bis dahin hätten die baustellenbedingten Einschränkungen auf dem S-Bahn-Werksgelände Steinhausen abgenommen. Zudem sollen Fahrzeuge und Mitarbeiter aus anderen Regionen zur Unterstützung einspringen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember wolle man „wieder zum Regelfahrplan zurückkehren“, ergänzte der Chef der Münchner S-Bahn, Heiko Büttner.

Außerdem teilt die S-Bahn mit, dass man einen Sonderfonds in Höhe von über einer Million Euro einrichten werde, um über die bestehenden Investitionen hinaus Qualitätsmaßnahmen zu finanzieren, die dem Fahrgast zugutekommen und das S-Bahn-System stabilisieren sollen.


red

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