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Freistaat Bayern unterstützt Vorplanung für Verbindungssteg am Münchner Hauptbahnhof

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart hat einen Förderbescheid in Höhe von über 264.000 Euro an die Deutsche Bahn übergeben. Mit diesem Geld soll nun die Vorplanung für den seit langem geforderten Verbindungssteg über die Gleise am Münchner Hauptbahnhof finanziert werden.


Bislang müssen Reisende, die am Münchner Hauptbahnhof vom Holzkirchner Flügelbahnhof im Süden zum Starnberger Flügelbahnhof im Norden gelangen wollen, einen zeitaufwendigen Umweg über die Bahnhofshalle nehmen. Mit dem künftigen Verbindungssteg soll eine barrierefreie Fußgängerbrücke entstehen, die über die Gleise 11 bis 26 führt. An den Steg sollen auch die anderen Bahnsteige aus der Haupthalle angebunden werden. Laut dem zuständigen Verkehrsministerium sollen Reisende so künftig etwa 3,5 Minuten beim Umsteigen einsparen. Um das Vorhaben nun voranzutreiben, übernimmt der Freistaat Bayern Planungskosten in Höhe von 264.291 Euro. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart übergab dazu am Dienstag (1. Oktober) einen Förderbescheid an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel.

© Bahnblogstelle

Die Deutsche Bahn werde nun in die Teil-Vorplanung gehen, um Schnittstellen für den späteren Bau der beiden Zugangsbauwerke zum Steg am nördlichen und südlichen Ende abzustimmen. Reichhart zufolge sollen damit die anstehenden Modernisierungs- und Ausbaumaßnahmen beim Starnberger Flügelbahnhof früh abgestimmt werden. Da für den Bau des Stegs die endgültige Finanzierung noch nicht geklärt ist, hat sich der Freistaat bereit erklärt, freiwillig diese Untersuchungen zu finanzieren. „Wir wollen verhindern, dass das Projekt später teurer wird, sollte es beim Umbau des Hauptbahnhofs nicht berücksichtigt werden“, so der Verkehrsminister. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2009 ging damals von Kosten von rund 8,5 Millionen Euro aus. Aufgrund der Preisentwicklung bei Baumaßnahmen im Bahnbereich dürfte das Investitionsvolumen inzwischen deutlich höher liegen. Laut Josel müsse man mit Baukosten in Höhe von über 10 Millionen Euro rechnen. Genaue Aussagen dazu seien im Moment aber noch nicht möglich, da man die Vorplanung abwarten müsse. Erste Ergebnisse der Vorplanung und wie der künftige Verbindungssteg aussehen könnte, sollen im kommenden Jahr vorliegen.


red

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