DB, EVG und Konzernbetriebsrat verabreden weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit

Die Deutsche Bahn, die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie der Konzernbetriebsrat der DB haben beschlossen, die Sicherheitsstandards für DB-Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Basierend auf der bereits 2017 geschlossenen trilateralen Vereinbarung „Sicher unterwegs“ haben die Vertragspartner jetzt weitere Handlungsfelder zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern verabredet. Zu den vereinbarten Maßnahmen zählen nach DB-Angaben weiter variable Einsatzformen wie Hundestaffeln oder mobile Unterstützungsgruppen. Zudem will die DB künftig verstärkt auf eigenes Personal statt auf externe Dienstleister setzen. Das gemeinsame Papier will der Konzernbetriebsrat im November formal behandeln.

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und DB-Personalvorstand Martin Seiler betonen, dass die Bahn das Problem von Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft in der Öffentlichkeit nicht allein lösen könne. Gerade im Nahverkehr seien auch die Aufgabenträger gefordert. Daher werde man den Dialog mit den Bundesländern und Aufgabenträgern über den Stellenwert von Sicherheit weiter intensivieren und mit internen und externen Experten Vorschläge für gemeinsame Maßnahmen erarbeiten.

Mit der trilateralen Vereinbarung wurden 2017 erstmals verpflichtend Deeskalationstrainings für alle rund 20.000 Mitarbeiter*innen im Kundenkontakt eingeführt. Für Sicherheitskräfte hatte die DB zudem neue Einsatzkonzepte und neue Schulungsmodule entwickelt. Diese beinhalten auch körperliche Trainings zur Abwehr von Angriffen.


red