Bundeskabinett beschließt Absenkung der Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets

Zum heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zur Absenkung der Mehrwertsteuer auf Fernverkehrstickets hat die Deutsche Bahn erneut angekündigt, die kommende Preissenkung 1:1 an ihre Kunden weiterzureichen. Dadurch sollen Fahrkarten für ICE-, Intercity- und Eurocity-Züge ab dem kommenden Jahr um durchschnittlich zehn Prozent günstiger werden.


Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch den Gesetzentwurf für die Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht beschlossen. Wie die Deutsche Bahn anschließend mitteilte, stehe man zur früheren Ankündigung, die Preissenkung 1:1 an die Kunden weiterzugeben und auf eine Preiserhöhung zu verzichten. Wie der Vorstandsvorsitzende des DB-Konzerns, Richard Lutz, bereits anlässlich der Tagung des Klimakabinetts am 20. September sagte, sei er sich sicher, dass attraktivere Preise „mehr Nachfrage auslösen“ werden. Insgesamt rechnet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einem jährlichen Plus von fünf Millionen Fahrgästen. Die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Fernverkehrstickets führt rechnerisch zu einer Preisreduzierung von zehn Prozent.

Der neue Einstiegspreis für ICE-Fahrten soll künftig mit BahnCard-Rabatt schon bei 13,40 Euro liegen – das ist der niedrigste reguläre Einstiegspreis seit der Bahnreform 1994. Ohne BahnCard seien ICE-Tickets dann bereits ab 17,90 Euro statt bislang 19,90 Euro erhältlich. Der reduzierte Steuersatz von 7 Prozent gilt für Fahrkarten ab 50 Kilometer Entfernung, die ab Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung gebucht werden.


red, Titelfoto: DB AG (Archiv)

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