Bundesrechnungshof prognostiziert weitere Kostensteigerung bei Fehmarnbeltquerung

Die geplante Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und Dänemark wird möglicherweise noch teurer als bereits vor Jahren prognostiziert. Der Bundesrechnungshof geht laut aktuellen Zahlen von Kosten in Höhe von 3,5 Milliarden Euro aus.


Mit der Festen Fehmarnbeltquerung soll eine leistungsfähige Verbindung zwischen Mitteleuropa und Skandinavien geschaffen werden. Dabei handelt es sich um eine zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahnstrecke sowie eine vierspurige Straßenverbindung in einem Tunnel durch die Ostsee, die Puttgarden auf der deutschen Insel Fehmarn mit Rødby auf der dänischen Insel Lolland verbinden. Ursprünglich wurden 817 Millionen Euro für das Projekt veranschlagt. Vor vier Jahren berechnete der Bundesrechnungshof bereits Kosten in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Nun gehen die Finanzprüfer auf Basis von Daten der Bahntochter DB Netz von rund 3,5 Milliarden Euro für die „wirtschaftliche Vorzugsvariante“ aus. Ein entsprechender Bericht des Bundesrechnungshofes vom 10. Oktober ging an den Haushaltsausschuss des Bundestages, dessen Rechnungsprüfungsausschuss sowie den Verkehrsausschuss.

Deutsche Bahn nennt Kostenberechnung „falsch“

Die im Bericht des Bundesrechnungshofs aufgestellten Kosten seien „schlicht falsch und entbehren jeder Grundlage“, heißt es unterdessen aus der Konzernzentrale der Deutschen Bahn. Wie die Pressestelle erklärt, würden die Kosten der Schienenanbindung zur Fehmarnbeltquerung aufgrund der derzeitigen Planung bei 1,7 Milliarden Euro liegen. Zusätzlich sei für die Planungen ein Risikopuffer von 1,1 Milliarden Euro für etwaige Baukostensteigerungen und noch nicht bekannte Risiken vorgesehen.


red, Titelgrafik: Femern A/S

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