München: Erste Taktverstärker kommen wieder aufs Gleis – S-Bahn-Chef Büttner will im Dezember zum Regelfahrplan zurückkehren

Anfang der kommenden Woche sollen die ersten Taktverstärker auf der Linie S3 wieder fahren, die Linie S8 folgt später. Ab Mitte Dezember will die S-Bahn München wieder zum Regelfahrplan zurückkehren, wie Heiko Büttner erklärt.


Ab dem kommenden Montag (21. Oktober) will die S-Bahn München wieder erste Taktverstärkerzüge einsetzen. Im ersten Schritt sollen zwölf Fahrten auf der S3 wieder im Fahrplan stehen – fünf zum morgendlichen Berufsverkehr, sieben nachmittags bzw. abends. „Es ergibt Sinn, den Hochlauf der Taktverstärker auf der S3 zu starten. Der Ausfall der Züge des 10-Minuten-Takts betrifft hier gleich zwei Streckenäste. Auch liegen entlang der Strecke zahlreiche große Schulstandorte“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsleitung der S-Bahn München, Heiko Büttner.

Ab Mitte November, wenn zusätzliche Fahrzeuge und weitere Mitarbeiter aus anderen Regionen unterstützen können und die baustellenbedingten Einschränkungen im S-Bahn-Werksgelände Steinhausen abnehmen, sollen auch auf der S8 wieder erste Taktverstärker rollen. „Wir streben an, zum Fahrplanwechsel im Dezember wieder zum Regelfahrplan zurückzukehren“, so Büttner.

Innerhalb einer eigens eingerichteten Taskforce unter Vorsitz des bayerischen Bahnchefs Klaus-Dieter Josel hat die S-Bahn München konzernübergreifend Lösungsansätze erarbeitet, mit denen man die angespannte Fahrzeugsituation in den Griff bekommen will. Die S-Bahn erhält dazu Unterstützung durch Fahrzeuge aus anderen Regionen: So sollen ab Ende Oktober vier Fahrzeuge der Baureihe ET 425 im Münchner S-Bahn-Netz unterwegs sein. Die Züge werden nach DB-Angaben auf der S20 und zwischen Dachau und Altomünster eingesetzt. Insgesamt sollen sechs zusätzliche Fahrzeuge aus dem DB-Verbund in München zur Verfügung stehen. Zusätzliche Kräfte in der Werkstatt sollen zudem die Wartung und Instandhaltung der Züge beschleunigen. Die Kräfte stammen aus dem DB-Verbund und unterstützen in München.

Gleichzeitig laufe der Umbau der S-Bahn-eigenen ET 420 auf Hochtouren. Diese Züge haben eine Art ‚Liberofunktion‘ und sollen ersatzweise zum Einsatz kommen. Auch intensiviert die S-Bahn München die Qualifizierung neuer Mitarbeiter im Werk, damit sie schneller das Werkstatt-Team unterstützen können.


red, Titelfoto: Bahnblogstelle (Archiv)

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