ICE liegengeblieben – Ilmebahn hilft nach Oberleitungsschaden mit Diesellok aus

Am vergangenen Donnerstag war ein ICE zwischen Hannover und Göttingen aufgrund eines Oberleitungsschadens liegengeblieben. Die Ilmebahn konnte mit einer Diesellok aushelfen.


Wie bereits berichtet, war es am frühen Donnerstagabend (17. Oktober) gegen 17 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Göttingen im Bereich Kreiensen–Freden zu einem Oberleitungsschaden gekommen. Ursache für die Störung war ein aus Richtung Hannover kommender ICE, der den Fahrdraht aus noch unbekannten Gründen beschädigte. Die herunterhängende Oberleitung führte zu einem elektrischen Schlag am Scheibenwischer. Der Zug konnte seine Fahrt nicht mehr fortsetzen und stand auf freier Strecke kurz vor dem Bahnhof Kreiensen.

Nach Angaben der Feuerwehr sahen die ersten Pläne der Deutschen Bahn vor, einen Ersatzzug auf das Nachbargleis zu fahren und die etwa 650 Fahrgäste in diesen umsteigen zu lassen. Wenig später wurde dieser Plan jedoch verworfen, weil der ICE mit einer Diesellok der Ilmebahn in den nächsten Bahnhof geschleppt werden konnte. Die Fahrgäste blieben über die Dauer der Störung im Zug und konnten diesen im Bahnhof Kreiensen verlassen. Für die Weiterreise wurden ein Ersatzzug und Ersatzbusse bereitgestellt. Der Einsatz für die Feuerwehr war gegen 19:45 Uhr beendet.

Quelle: Feuerwehr

Da die Schnellfahrstrecke Hannover–Göttingen derzeit wegen Bauarbeiten voll gesperrt ist, muss der Güter-, Regional- und Fernverkehr aktuell über die Nord-Süd-Strecke durch das Leinetal umgeleitet werden. Die dortige Bahnstrecke war infolge der Oberleitungsstörung bis zum Freitagmorgen gesperrt. Es kam zu bundesweiten Auswirkungen im Bahnverkehr mit zahlreichen Verspätungen.


red, Titelfoto: Ilmebahn

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