Regionalzug kollidiert mit aufgelegten Ziegelsteinen – Kraftstofftank beschädigt

Bislang unbekannte Täter haben am Montag (21. Oktober) zwei massive Steine in den Gleisbereich auf die Bahnstrecke zwischen Sandersleben und Aschersleben gelegt. Ein Regionalzug, der den Bereich gegen 17:28 Uhr durchfuhr, erfasste die Hindernisse circa 500 Meter vor dem Bahnhof Drohndorf-Mehringen. Durch den Vorfall wurde der Kraftstofftank des Zuges aufgerissen und es lief kontinuierlich Diesel aus. Der Zug hielt planmäßig am nächsten Bahnhof und blieb dort für die weiteren Ermittlungen stehen.

Eine sofort eingesetzte Streife der Bundespolizei sperrte den Bereich weiträumig ab und konnte zwei Ziegelsteine als Beweismittel feststellen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr saugten mit technischem Gerät etwa 400 Liter Kraftstoff aus dem Tank ab, banden den bereits ausgelaufenen Diesel und reinigten anschließend den Gleisbereich. Im Zug selbst befanden sich nach Polizeiangaben etwa 40 Reisende, die glücklicherweise alle unverletzt blieben. Sie konnten ihre Fahrt mit eingesetzten Bussen fortsetzen. Der betroffene Zug musste in die Werkstatt nach Halberstadt abgeschleppt werden.

Bei dieser Tat handelt es sich um eine schwerwiegende Straftat. Im schlimmsten Fall hätte es zur Entgleisung des Zuges und zu Verletzten oder sogar Toten kommen können. Durch die fünfstündige Streckensperrung erhielten 15 Züge insgesamt 639 Minuten Verspätung, davon waren 13 Züge des Nahverkehrs mit 527 Minuten und zwei Güterzüge mit 112 Minuten betroffen.

Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg hat die Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht Zeugen. Mögliche Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (Tel.: 0391 / 56549 555) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.


red, Titelfoto: Pixabay (Symbolbild)

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