Jugendliche klettern auf Kesselwagen – 16-Jähriger erleidet Stromschlag

Im Bereich des Haltepunktes Bruchsal-Tunnelstraße hat sich am Mittwochabend (23. Oktober) gegen 19:45 Uhr ein Stromunfall ereignet. Ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge waren dort zwei Jugendliche auf den Kesselwagen eines kurzzeitig haltenden Güterzuges geklettert. Hierbei kam ein 16-Jähriger der stromführenden Oberleitung offenbar zu nahe und erlitt einen Spannungsüberschlag. Der Jugendliche wurde dabei schwer verletzt. Sein Begleiter, ein 15-jähriger Freund, blieb unverletzt. Er war bereits vor dem Unfall wieder vom Waggon heruntergeklettert. Ein Anwohner hatte einen lauten Knall und anschließend Hilferufe wahrgenommen. Die verständigten Polizei- und Rettungskräfte konnten den 16-Jährigen im Gleisbereich feststellen. Er wurde umgehend medizinisch erstversorgt und per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Warum der junge Mann auf den Kesselwagen geklettert war, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der Zustand des Jungen wird derzeit als lebensbedrohlich eingestuft. Die Bahnstrecke zwischen Bruchsal und Bretten war infolge des Rettungseinsatzes von 20:05 bis 21:14 Uhr gesperrt. Sieben Züge erhielten insgesamt 209 Minuten Verspätung.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor den Gefahren von Bahnstrom. Nicht nur das Berühren der 15.000 Volt führenden Oberleitung sondern bereits die bloße Annäherung ist lebensgefährlich.


red, Titelfoto: Bundespolizei (Symbolbild)

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