Hoher Verschleiß erfordert Motorentausch bei Triebzügen der Zürcher S-Bahn

Die SBB hat im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten bei den Doppelstock-Triebzügen (DTZ) der Zürcher S-Bahn einen erhöhten Verschleiß an den Lagern der Fahrmotoren festgestellt. Um den Zustand der Fahrmotoren bei der gesamten Flotte überprüfen zu können, müssen bis auf weiteres laufend sechs Triebzüge aus dem Betrieb genommen werden. Die Ursachen für den Verschleiß werden derzeit untersucht und das weitere Vorgehen erarbeitet. Erste DTZ-Fahrzeuge sind bereits mit neu aufgearbeiteten Motoren unterwegs, teilte die SBB kürzlich mit. Der festgestellte Schaden sei nicht sicherheitsrelevant. Laut Unternehmensangaben soll es während der außerordentlichen Revision zu keinen Zugausfällen kommen. Unvermeidlich seien jedoch kürzere Fahrzeugkompositionen: So sind teilweise statt drei aneinander gekoppelte Fahrzeuge nur zwei unterwegs, bzw. anstatt zwei nur eines. Während der Hauptverkehrszeit muss deshalb auf Teilstrecken der S24 (Zug–Zürich HB–Weinfelden), der S8 (Winterthur–Zürich HB–Pfäffikon/SZ) und der S2 (Zürich Flughafen–Zürich HB–Ziegelbrücke) mit Stehplätzen gerechnet werden.


red, Titelfoto: SBB / Keystone / Gian Vatil (Archiv)

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