Schweiz: Neue Leuchten für den Zürcher Hauptbahnhof

Rund eine halbe Million Reisende verkehren täglich im Hauptbahnhof Zürich. Ab sofort rücken insgesamt über 900 neue Lampen den größten Schweizer Bahnhof wieder ins richtige Licht. Die bisherige Beleuchtung aus den 90er-Jahren hatte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und musste ersetzt werden. Die SBB hat die neue Beleuchtung während des laufenden Bahnbetriebs eingebaut. Die neuen Leuchtmittel verbrauchen dank LED-Technologie über 60 Prozent weniger Energie und verbessern die Lichtqualität am Zürich HB. Die Lampen sind über Sensoren gesteuert, welche die Intensität der Beleuchtung an das Tageslicht anpassen.

© SBB

In der Bahnsteighalle – in der Schweiz Perronhalle genannt – beleuchten die wie eine „Perlenkette“ aneinander gereihten Lampen den sicheren Perronbereich und sorgen gleichzeitig für angenehmes Licht. In der Querhalle sind die Leuchten farblich auf das Hallendach abgestimmt und so auf den Boden gerichtet, damit die Informationen zum Bahnverkehr auf dem Generalanzeiger optimal lesbar sind. In der historischen Wannerhalle kann die Beleuchtung auf die zahlreichen Veranstaltungen abgestimmt werden. Speziell beleuchtet werden zudem die historische Fassade im Innern der Halle und die im Bahnhof ausgestellten Kunstwerke. Die blaue Akzentbeleuchtung der Fenster sorgt in der Nacht für spezielle Stimmung. Das Lichtkonzept berücksichtigt die Vorgaben der Denkmalpflege für den historischen Bahnhof.

Entworfen hat das neue Lichtkonzept die Winterthurer Firma „lichtgestaltende ingenieure vogtpartner“, welche vor drei Jahren den Gestaltungswettbewerb der SBB gewonnen hatte. Die Projektkosten für Leuchten- und Notbeleuchtungsanlage sowie der gesamten Steuerung belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Franken. Die Kosten für die Beleuchtung in der Perronhalle werden über die Leistungsvereinbarung mit dem Bund finanziert. Für die Kosten der neuen Beleuchtung in der Haupt- und Querhalle kommt die SBB Immobilien auf.


red, Titelfoto: SBB (Archiv)

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