Kritik an geplanter Gehaltserhöhung für Bahnvorstände – Vorschlag kam offenbar aus Scheuers Ministerium

Nach dem Bekanntwerden, dass die Gehälter einiger Bahnvorstände angehoben werden sollen, folgten kritische Töne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Laut dem Minister wäre dies in der jetzigen Situation, in der sich der Staatskonzern befindet, ein „falsches Signal“. Scheuer sprach sich dafür aus, „die Überlegungen zu stoppen.“

Wie nun bekannt wird, soll sein eigenes Ministerium offenbar bereits im Mai selbst eine Gehaltserhöhung für einen Teil des Vorstands der Deutschen Bahn AG vorgeschlagen haben. Das berichtet die FAZ unter Berufung auf Informationen der Bild am Sonntag.

Medienberichten zufolge war geplant, dass die Gehälter für Vorstandsmitglieder, die sich in ihrer ersten Amtszeit befinden, von jährlich 400.000 auf 585.000 Euro ansteigen sollten. Hintergrund soll ein internes Gutachten sein, wonach die Einstiegsgehälter für Bahnvorstände im Vergleich zu anderen großen Unternehmen zu niedrig seien.


red, Titelfoto: BMVI (Archiv)