S-Bahn Hamburg zäunt Bahngleise ein – Maßnahme gegen Streckensperrungen wegen Personen im Gleis

Die S-Bahn Hamburg zäunt die S-Bahn-Strecken vom Hauptbahnhof bis nach Bergedorf und Neugraben vollständig ein. Die Arbeiten, die bereits begonnen haben, sollen bis 2021 abgeschlossen sein und umfassen eine Zaunlänge von insgesamt etwa 15 Kilometern. Außerdem werden an den sieben Stationen im Citytunnel die Enden der Bahnsteige mit Sperren ausgerüstet. Ziel ist es, einen zuverlässigeren S-Bahnbetrieb zu erreichen, in dem die Anzahl der Streckensperrungen durch Personen in den Gleisen gesenkt wird. Die Stadt Hamburg investiert für diese Maßnahme rund fünf Millionen Euro.

„Störungen im S-Bahn-Betrieb durch äußere Einflüsse haben sich in den letzten Jahren leider mehr als verdoppelt. Die Zäune werden helfen, unseren Kunden einen stabileren Betrieb anbieten zu können. Auf der Strecke der Linie S3 haben wir das Projekt jetzt sogar über Harburg hinaus bis Neugraben verlängert“, sagt Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer S-Bahn Hamburg. Verkehrssenator Michael Westhagemann ergänzt: „Eine pünktliche S-Bahn ist mir ein echtes Herzensanliegen. Fünf Millionen Euro investiert Hamburg in den Bau der Zaunanlagen und Bahnsteigabschlusstüren. Wir haben unsere Verantwortung erkannt und fördern daher den massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in den kommenden Jahren. Gemeinsam wollen wir die Herausforderungen schultern, die sich aus Sanierung und Modernisierung der Netzinfrastruktur ergeben.“

Die Einzäunung der Strecken nach Bergedorf und Neugraben sowie die Sperren an den Bahnsteigenden sind Teil des Sieben-Punkte-Plans für eine Starke Schiene in Hamburg, der im August 2019 beschlossen wurde. Vorgesehen sind außerdem Investitionen in neue Bahninfrastruktur sowie zusätzliche Wartung von Gleisen und Weichen. Bahnübergänge sollen durch Tausch von störungsanfälligen Teilen zuverlässiger werden, eine neu eingesetzte Eingreiftruppe soll dabei Störungen in der Infrastruktur schneller beseitigen. Die Modernisierung der Tunnelstationen und die Sauberkeitsoffensive von Bahnhöfen wird fortgesetzt.


red, Titelfoto: DB AG

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