Grundwasser bremst Bauarbeiten im Bahnhof Köthen aus

Bei Modernisierungsarbeiten im Bahnhof Köthen auf der Bahnstrecke zwischen Halle (Saale) und Magdeburg ist die Deutsche Bahn von Grundwasser ausgebremst worden. Nach Angaben des Konzerns wurde bei Baggerarbeiten in drei Bauabschnitten Wasser zwischen Erdschichten entdeckt, das dort nicht sein dürfte. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. Daher müsse der Boden nun in einem wesentlich größeren Umfang ausgetauscht werden als bisher geplant. Damit hat die Deutsche Bahn erstmals konkret die Ursache dafür benannt, warum Sachsen-Anhalts wichtigste Pendlerstrecke ein halbes Jahr länger gesperrt bleibt. Wegen des Wassers im Erdreich sei der Boden dort nicht ausreichend tragfähig, um darauf neue Gleise bauen zu können. Deshalb müsse der Untergrund ausgehoben und neu aufgefüllt werden. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass zusätzlich 35.000 Tonnen Erde bewegt werden müssen. Die Menge des Erdreiches, das ausgetauscht werden muss, würde sich damit auf 80.000 Tonnen nahezu verdoppeln. Ursprünglich sollte die Strecke bereits Mitte Dezember wieder in Betrieb gehen, nun ist erst von Ende Mai 2020 die Rede.


red, Titelfoto: DB Netz AG