Torsten Westphal ist neuer Vorsitzender der Eisenbahngewerkschaft EVG

Torsten Westphal ist am Dienstag (12. November) mit 90,7 Prozent der Stimmen zum neuen Vorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gewählt worden. Er löst damit den bisherigen EVG-Chef Alexander Kirchner ab, der sein Mandat am Mittag nach elf Jahren an der Spitze der Gewerkschaft zurückgegeben hatte. Westphal war zuvor seit November 2016 Bundesgeschäftsführer der EVG.

Das Motto der EVG „Wir leben Gemeinschaft“ müsse, so Westphal, über die eigene Gewerkschaft hinaus erweitert werden – auf ein Netzwerk, zu dem z.B. die Stiftungsfamilie, mobifair, die Allianz pro Schiene und andere gehören. „Wir müssen mit allen anderen, die sich um die Belange der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner kümmern, eine Gemeinschaft bilden. Dieses Netzwerk muss für unsere Mitglieder einen Mehrwert bieten und die EVG muss das Tor zu diesem Netzwerk sein.“

Die EVG sei nach Ansicht des neuen Chefs die „bestimmende Kraft in der Eisenbahn- und Verkehrsbranche“ und werde dies auch weiterhin sein. „Wir sind die einzige Gewerkschaft, die sich für die Interessen aller Mitglieder in allen Betrieben und Dienststellen einsetzt und das wird auch so bleiben.“ In seiner Antrittsrede wandte er sich gegen Lohndumping infolge der Ausschreibungen von Verkehrsverträgen durch die Länder. Denn in vielen Fällen erhalte dasjenige Unternehmen den Zuschlag, welches für Pendlerzüge die geringsten Subventionen verlange.

Westphal ist 1966 in Rostock geboren und seit vielen Jahren bei der Deutschen Bahn tätig. Nach dem Schulabschluss begann er 1982 bei der damaligen Deutschen Reichsbahn in Schwerin und Wittenberge eine Ausbildung zum Fahrzeugschlosser; anschließend folgte eine Ausbildung zum Wagenmeister. Seit 1992 übt Westphal zudem unterschiedlichste Funktionen im Gewerkschaftsbereich aus.


red, Titelfoto: EVG

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