Triebzug im Stuttgarter Hauptbahnhof entgleist – Bundespolizei ermittelt gegen Lokführer

Im Stuttgarter Hauptbahnhof ist am Sonntag (10. November) gegen 14 Uhr ein Triebzug mit dem ersten Drehgestell entgleist. Der Unfall ereignete sich während einer Rangierfahrt.

Wie ein Bundespolizeisprecher gegenüber der Stuttgarter Zeitung sagte, führt die zuständige Bundespolizeiinspektion derzeit ein „Ermittlungsverfahren gegen den Lokführer wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs.“ Die Ermittler gehen davon aus, dass der 32-jährige Lokführer womöglich das Halt zeigende Lichtsperrsignal (Ls) 052 überfahren haben könnte. Die anschließende Entgleisung erfolgte auf Höhe der Gleissperre (Gs) 052. Das Gleisbett wurde auf einer Länge von zehn bis 15 Metern beschädigt, ebenso das Drehgestell des Zuges. Die genaue Schadenshöhe stand zunächst noch nicht fest. Der Lokführer blieb unverletzt. Fahrgäste befanden sich nicht an Bord.

Laut einer Sprecherin des Bahnunternehmens Abellio handelte es sich bei dem Zug „um ein entliehenes Ersatzfahrzeug“.  Zum jetzigen Zeitpunkt könne noch nicht gesagt werden, wodurch der Vorfall verursacht wurde, erklärte die Abellio-Sprecherin nach Angaben der Zeitung weiter.

Der Unfall hatte Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Bei insgesamt 27 Zügen sei es zu Verspätungen oder Ausfällen gekommen. Die Aufgleisung des Zuges dauerte rund zwei Stunden und war gegen 20 Uhr beendet.


red, Titelfoto: eisenbahn.tv