2. Stammstrecke München: Optimierte Pläne beim EBA zur Prüfung eingereicht

Der Gesamtprojektleiter für den Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München, Markus Kretschmer, hat die überarbeiteten Pläne für das Großprojekt an das Eisenbahn-Bundesamt zur Prüfung übergeben.


Die Deutsche Bahn hat die Unterlagen für die optimierten Planungen der 2. Stammstrecke im Ostabschnitt beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht. Diese umfassen die neue Lage der Station an der Friedenstraße – anstatt unter dem Orleansplatz – und das neue Flucht- und Rettungskonzept, durch das mehrere Rettungsschächte entfallen können. „Mit den Optimierungen passen wir die bestehende Planung an die dynamische Entwicklung der Metropolregion an und schaffen so die nötigen Kapazitäten für den künftigen ÖPNV in München und der Region“, sagt der Gesamtprojektleiter der 2. Stammstrecke Markus Kretschmer.

Markus Kretschmer, Gesamtprojektleiter der 2. Stammstrecke München | © DB AG

DB-Angaben zufolge sollen die Optimierungen, die Anfang Juli im Rahmen eines Spitzengesprächs in der Bayerischen Staatskanzlei angekündigt wurden, künftig noch mehr Kapazität und Sicherheit bei weniger Beeinträchtigungen für die Anwohner während der Bauzeit bringen. Gleichzeitig könne dadurch der Bau des neuen Stellwerks am Ostbahnhof vorgezogen werden. Dieses soll bereits vor Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke für mehr Stabilität im Münchener S-Bahn-System sorgen. Kretschmer: „Wir haben mit Hochdruck daran gearbeitet, die Unterlagen für die Optimierungen der 2. Stammstrecke so schnell wie möglich fertigzustellen und einzureichen. Ich hoffe, dass wir nun gemeinsam mit allen Betroffenen gut und zügig durch die Planfeststellung kommen, damit wir auch hier rasch loslegen können.“

Nach der Einreichung beim EBA werden dort die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft und anschließend an die zuständige Anhörungsbehörde weitergeleitet, in diesem Fall die Regierung von Oberbayern. Diese führt das Anhörungsverfahren – inklusive öffentliche Auslegung – durch und übergibt dann wiederum eine zusammenfassende Stellungnahme an das EBA. Dieses entscheidet dann über die Zulässigkeit des Bauvorhabens. Am Ende des Verfahrens erlässt das EBA den Planfeststellungsbeschluss.

Die Verantwortlichen des Projekts rechnen nach derzeitigem Stand mit einer Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke im Jahr 2028.


red, Titelfoto: DB Netz AG / Stoiber Productions

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