Auflösungsvertrag unterschrieben – Finanzvorstand Doll verlässt Bahnkonzern

Der bisherige Finanzvorstand der Deutschen Bahn AG, Alexander Doll, steht offenbar kurz vor dem Abgang. Der 49-Jährige habe am Freitag einen Auflösungsvertrag unterschrieben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Der Aufsichtsrat des bundeseigenen Konzerns müsse dem Schritt aber noch in einer Sondersitzung am Montag zustimmen. Dem Vernehmen nach würde die Abfindung auf einen einstelligen Millionenbetrag hinauslaufen.

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte sich hinter den Kulissen für einen Abgang Dolls stark gemacht. Dem Manager war vorgeworfen worden, dass er die Bundesregierung und den Aufsichtsrat zu spät und unzureichend über Probleme beim geplanten Verkauf der ausländischen Nahverkehrstochter Arriva informiert habe. Der Verkauf oder Börsengang der DB-Tochter, der bis zu vier Milliarden Euro einspielen sollte, ist aktuell ausgesetzt.

Doll kam im April 2018 zur Deutschen Bahn und übernahm dort zunächst das Vorstandsressort Güterverkehr & Logistik, seit Januar 2019 verantwortete er zudem den Finanzbereich des Konzerns.


red – aktualisiert, Titelfoto: DB AG

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