Stadler und VRR eröffnen Werkstattanlage für neue S-Bahn-Flotte

In Herne ist ein neues Instandhaltungswerk feierlich eröffnet worden. Im Auftrag des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr wird der Zughersteller Stadler hier ab Dezember die neue S-Bahn-Flotte vom Typ FLIRT instand halten.


Stadler und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) haben am Mittwoch (13. November) ein neues Instandhaltungswerk in Herne feierlich eröffnet. Für den Zeitraum von 32 Jahren sollen hier im Auftrag des VRR insgesamt 41 neue FLIRT-Triebzüge für die S-Bahn Rhein-Ruhr instand gehalten werden. Rund 35 Millionen Euro sind in die neue Werkstatt, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche General Blumenthal befindet, investiert worden.

© Stadler

„Mit den neuen Fahrzeugen und deren langfristiger Wartung und Instandhaltung direkt durch den Hersteller in der Werkstatt in Herne wird die Voraussetzung geschaffen, in den nächsten Jahren ein deutlich verbessertes Mobilitätsangebot auf die Schiene zu bringen“, erklärt VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser. Er erwarte, dass das Werk maßgeblich dazu beiträgt, „eine bestmögliche Verfügbarkeit und Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge zu garantieren“.

Auf insgesamt 100.000 m² Fläche wird Stadler ab Mitte Dezember die Wartung und Instandhaltung der neuen Züge für die S-Bahn Rhein-Ruhr ausführen. Auf dem Gelände entstanden eine 7.100 m² große Werkstatthalle mit Lager und Büroarbeitsplätzen sowie eine Waschanlage. Zudem wurden in den vergangenen 18 Monaten 4.000 Meter Schienen und 2.700 Meter Oberleitung verbaut. Sechs Gleise umfasst das Werkstattgelände, auf dem pro Tag bis zu sieben Fahrzeuge das geplante Service-Programm durchlaufen können. Neben der Reinigung der Fahrzeuge und der präventiven Instandhaltung führt Stadler in Herne alle Maßnahmen der ergänzenden korrektiven Instandhaltung sowie Unfall- und Vandalismus-Reparaturen und Revisionen durch. Mit Hilfe der in einem eigenen Gebäude untergebrachten Unterflurradsatzdrehbank können Radsätze sowohl im aus- und eingebauten Zustand direkt am Fahrzeug profiliert werden. Rund 40 neue Arbeitsplätze entstehen am neuen Standort.

„Die Werkstatt in Herne erfüllt alle Anforderungen an moderne und zukunftsorientierte Instandhaltung“, erläutert Jürg Gygax, Leiter der Division Service von Stadler. „Wir konnten hier bei bester Anbindung an das Gleisnetz in zentraler Lage die Basis für eine zuverlässige Verfügbarkeit der Fahrzeuge legen. Wir sind stolz, damit einen Beitrag zum Infrastrukturwandel im Ruhrgebiet zu leisten und gleichzeitig unsere Präsenz im deutschen Markt auszubauen.“


red, Titelfoto: Stadler / Smilla Dankert

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