Am Wolfsburger Hauptbahnhof geht der erste von 16 neuen Zukunftsbahnhöfen an den Start

Die Deutsche Bahn investiert über zwei Jahre lang 17 Millionen Euro in das Projekt „Zukunftsbahnhof“. Bahnkunden können an insgesamt 16 ausgewählten Bahnhöfen innovative Angebote testen. Am Freitag (15. November) ist der Zukunftsbahnhof am Wolfsburger Hbf an den Start gegangen.


Die Deutsche Bahn will mit neuen Services die Zufriedenheit ihrer Kunden am Bahnhof erhöhen. Am Freitag ging der erste von insgesamt 16 neuen Zukunftsbahnhöfen an den Start. Den Anfang machte der Wolfsburger Hauptbahnhof. Dort können Reisende und Besucher ab sofort unter anderem einen neuen Wartepavillon mit Steharbeitsplätzen erleben. Außerdem verfügt der Bahnhof nun über Fahrstühle, die digital melden, ob eine Wartung nötig wird, sowie Mülleimer mit Sensoren, die den Füllstand übermitteln. Darüber hinaus trägt eine Mooswand zur Verbesserung des Klimas bei – und auch die „neue Stimme der Bahnhöfe“, Heiko Grauel, ist erstmals in Wolfsburg zu hören.

© DB AG

„Der Hauptbahnhof ist für viele Reisende ihre erste Station in Wolfsburg. Ich freue mich, dass er nun ein neues Gesicht bekommt“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Der Zukunftsbahnhof ist ein erster Schritt für die Weiterentwicklung des Nordkopfs zu einem Quartier der Zukunft.“

15 weitere Bahnhöfe sollen in Kürze hinzukommen. In den sogenannten Zukunftsbahnhöfen haben Bahnkunden die Möglichkeit, verschiedene innovative Services und angenehmere Wartebereiche auszutesten. Die Deutsche Bahn investiert in das Projekt rund 17 Millionen Euro. „Für eine starke Schiene schaffen wir moderne Bahnhöfe, an denen sich jeder Gast willkommen fühlt. An den Zukunftsbahnhöfen probieren wir, wie wir Kundenwünsche am besten erfüllen können. Was gut ankommt, kann in Zukunft zum Standard an Bahnhöfen werden“, sagt Bernd Koch, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG.

Was Reisende und Besucher am Wolfsburger Hauptbahnhof erwartet

  1. Wohlfühlen: Ein neuer Aufenthaltspavillon auf dem Bahnsteig am Gleis 4/5 bietet neben Sitzplätzen auch Steharbeitsplätze. Auf dem Vorplatz ist ein Bahnhofsgarten mit begrünten Sitzmöglichkeiten entstanden. Der Bahnhof Wolfsburg bekommt ab 2020 unter anderem einen neuen Gastronomiebereich im Westflügel und auf dem Vorplatz.
  2. Digitalisierung: Mülleimer haben Sensoren, die den Füllstand übermitteln. Fahrstühle melden digital, ob bald eine Wartung nötig wird. Das kostenlose WLAN wird 2020 ausgebaut. Erstmals in Deutschland wird in Wolfsburg die neue Stimme der Bahnhöfe zu hören sein.
  3. Barrierefreiheit: Menschen mit Seheinschränkungen können ab Ende 2019 zusätzlich ein neues Blindenleitsystem nutzen: Die mindtags.net App informiert per Sprachausgabe im Smartphone über Gegebenheiten am Bahnhof und im Umfeld und weist auf mögliche Hindernisse hin.
  4. Grün: An der Wand über der Buchhandlung in der Bahnhofshalle hängt eine rund 35 Quadratmeter große Mooswand, die das Bahnhofsklima verbessern soll. Der Hauptbahnhof Wolfsburg wird seit Januar 2019 mit 100 Prozent Ökostrom betrieben.

Alle 16 Zukunftsbahnhöfe im Überblick

  • Ahrensburg
  • Berlin Bornholmer Straße
  • Berlin Südkreuz
  • Coburg
  • Cottbus
  • Freising
  • Hamburg Sternschanze
  • Halle (Saale) Hbf
  • Haltern am See
  • Heilbronn Hbf
  • Hofheim
  • Münster (Westf.) Hbf
  • Offenbach Marktplatz
  • Renningen
  • Wernigerode

Alle Zukunftsbahnhöfe werden nach DB-Angaben mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Künftig soll auch kostenloses WLAN und eine verbesserte digitale Reisendeninformation verfügbar sein.

Tests an anderen Bahnhöfen umfassen Self-Service-Fahrradreparaturstationen, Lounges mit Ladestationen oder Sitzbänke auf den Vorplätzen, Farbcodes oder Blindenleitsystem per App, bessere Einkaufsmöglichkeiten und E-Scooter-Parkplätze.

Einen ersten Vorgänger in Sachen Zukunftsbahnhof gibt es bereits seit einigen Jahren in Berlin Südkreuz.


red, Titelfoto: DB AG

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