ÖBB zieht positives Resümee nach Testfahrten mit „Cityjet eco“

Vom 17. Oktober bis 15. November war der Cityjet eco, ein Prototypzug mit elektro-hybridem Batterieantrieb, auf nicht-elektrifizierten Strecken in Oberösterreich unterwegs. Wie die ÖBB erklärt, sei man nach den ersten Einsätzen im echten Fahrgastbetrieb in Oberösterreich „sehr positiv“ gestimmt. Der umweltfreundliche Akku-Triebzug ist eine gemeinsame Entwicklung von Siemens Mobility Austria und der ÖBB.

Der neue Zugtyp wurde einen Monat lang im Regelbetrieb auf der Almtal-, der Donauufer-, und der Hausruckbahn getestet. Die verbaute Technologie habe bewiesen, dass die ausgewählten Strecken und der reguläre Fahrplan möglich sind und die Energie in den Batterien ausreicht. „Der Cityjet eco kommt gut an bei den Fahrgästen und ist gut für die Umwelt. Die Testfahrt hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Fahrgäste schätzen den hohen Komfort, aber auch das moderne Erscheinungsbild des Cityjet eco sehr“, sagt ÖBB-CEO Andreas Matthä.

Der Cityjet eco ist ein typischer Desiro ML von Hersteller Siemens, der mit relativ wenig Aufwand umgerüstet und mit einem Batteriesystem ausgestattet wurde. Damit kann der Zug nahtlos von einer elektrifizierten in eine nicht-elektrifizierte Strecke einfahren. Da knapp ein Viertel – rund 1.300 Kilometer – der Bahnstrecken in Österreich nicht elektrifiziert sind, sei diese Innovation maßgeschneidert für das österreichische Streckennetz. Nach ÖBB-Angaben habe dieses Projekt das Potential, die noch vorhandenen Treibhausgasemissionen im österreichischen Bahnverkehr weiter massiv zu reduzieren und das Angebot für den ländlichen Raum gleichzeitig auf das komfortable Cityjet-Niveau anzuheben.


red, Titelfoto: ÖBB

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