Mit digitaler Unterstützung planen und bauen – Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Hösel laufen „nach Plan“

Die Modernisierung des Bahnhofs Hösel für rund 5,8 Millionen Euro liegt offenbar im Zeitplan. Diese Station ist die erste in Nordrhein-Westfalen, die mithilfe einer neuen digitalen Methode geplant und gebaut wird.


Die Bauarbeiten am Bahnhof Hösel machen Fortschritte. Nach den ersten vorbereitenden Maßnahmen im Sommer dieses Jahres wurde die Sperrpause während der Herbstferien dafür genutzt, einen großen Teil der Arbeiten an einem Stück zu erledigen. So ist das Dach auf dem Außenbahnsteig an Gleis 2 bereits fertiggestellt. An beiden Bahnsteigen sind die Bahnsteigkanten schon eingebaut – außerdem sind die Pflasterarbeiten bereits abgeschlossen. Zusätzlich haben beide Bahnsteige bereits eine neue Beleuchtung und Beschallung. Parallel zum Modernisierungsprojekt der Deutschen Bahn errichtet die Stadt Ratingen eine neue Busstation, um den barrierefreien Umstieg vom Bus in die S-Bahn und umgekehrt so bequem wie möglich zu gestalten.

© DB AG

Bei einem Baustellenrundgang – an dem Karl-Heinz Secker (DB Station & Service), Denis Loskant (DB Station & Service), Andreas Runge (VRR) und Dirk Winkelmann (Stadt Ratingen) teilnahmen – sind auch die nächsten Arbeitsschritte skizziert worden: So wird unter anderem das denkmalgeschützte Bahnsteigdach an Gleis 1 erneuert. Außerdem werden die zwei neuen Aufzüge eingebaut, mit denen Reisende aus der Personenunterführung direkt auf die Bahnsteige fahren können. „Bislang läuft alles nach Plan“, sagt Denis Loskant, Leiter Bau- und Anlagenmanagement der DB Station&Service in NRW. „Größere Überraschungen hat es beim Bau bis jetzt nicht gegeben. Daher gehen wir aktuell weiter davon aus, dass die Modernisierung wie geplant im Sommer 2020 abgeschlossen sein wird.“ Die Deutsche Bahn, das Land Nordrhein-Westfalen, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die Stadt Ratingen investieren insgesamt rund 5,8 Millionen Euro in die Modernisierung des Bahnhofs. „Die städtische Busstation wird voraussichtlich im Frühjahr betriebsbereit sein, danach werden wir in einem zweiten Bauabschnitt das Umfeld des Bahnhofs schöner und funktionaler gestalten“, so der Ratinger Baudezernent Jochen Kral.

Neben der Stationsmodernisierung im Rahmen der Modernisierungsoffensive (MOF 2) wird mit der finanziellen Förderung des zweiten Aufzugs durch den VRR künftig die vollständige Barrierefreiheit am Bahnhof Hösel sichergestellt.

Einen weiteren Baustein der Modernisierung stellt der barrierefreie Aus- und Umbau des ÖPNV-Verknüpfungspunktes zwischen Bahn und Bus dar, der ebenfalls vom VRR gefördert wird. Dafür werden am Bahnhof Bussteige und ein Kombibahnsteig sowie eine dynamische Fahrgastinformation und ein Wetterschutz errichtet. So wird eine direkte Anbindung der Bussteige zum Außenbahnsteig Gleis 1 der S6 ermöglicht.

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Die Station Hösel ist die erste in Nordrhein-Westfalen, die mithilfe der neuen digitalen Methode BIM (Building Information Modelling) geplant und gebaut wird. Klassische Baupläne, die an die Wand geheftet werden, gehören somit der Vergangenheit an. Dank BIM erhalten alle Projektbeteiligten eine interaktive Visualisierung des geplanten Bauwerks in 3D. Der Vorteil: Alle Beteiligten, egal ob Bauherr, Projektleiter oder die verschiedenen Fachplaner, arbeiten am gleichen Modell. So werden Bauabläufe gemeinsam verlässlicher geplant, komplexe Vorhaben anschaulich visualisiert und Risiken frühzeitig erkannt. Die Deutsche Bahn ist nach eigenen Angaben das erste Infrastrukturunternehmen in Nordrhein-Westfalen, das BIM einsetzt.  Durch die Optimierung der Planung könne man Kosten und Termine besser beherrschen.


red, Titelfoto: DB AG

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