Hoher Sachschaden nach Zugentgleisung in München – Unfallursache noch unklar

Nach der Entgleisung von zwei Personenwagen eines Meridian-Ersatzzuges mussten am Freitagnachmittag (22. November) rund 100 Reisende evakuiert werden. Nach Angaben der Bundespolizei wurde eine Person leicht verletzt. Es entstand ein hoher Sachschaden am Zug sowie den Gleis- und Signalanlagen. Die entgleisten Waggons wurden am Samstag mithilfe eines Bergungskrans wieder aufgegleist.


© Bundespolizei

Am Freitag entgleiste gegen 16:10 Uhr im Bereich der Hackerbrücke in München ein Personenzug. Der Ersatzzug, der für die Zugmarke Meridian der Bayerischen Oberlandbahn unterwegs war, hatte kurz zuvor das Gleis 5 des Holzkirchner Flügelbahnhofs im Hauptbahnhof München verlassen. Wie die Bundespolizei mitteilt, geriet der hintere Zugteil auf Höhe der Weiche 102 mit den letzten beiden Waggons aus dem Gleis. Die Geschwindigkeit habe rund 25 km/h betragen. Der Zug bestand aus einer Lokomotive und sieben Reisezugwagen. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich rund 100 Reisende an Bord, von denen einer über leichte Schmerzen am Rücken klagte. Eine ärztliche Behandlung wurde vom Verletzten, einem 45-jährigen Serben, jedoch abgelehnt. Von der Berufsfeuerwehr München wurden die Reisenden – nach der Sperrung der Gleisbereiche, aus dem Zug evakuiert und über einen Betriebsweg zurück zum Holzkirchner Flügelbahnhof geleitet. Anschließend wurden sie im Hauptbahnhof durch Mitarbeiter der Eisenbahnunternehmen betreut.

Am Zug sowie am Oberbau entstand nach Angaben der Bundespolizei ein „erheblicher Sachschaden.“ Die Deutsche Bahn hat einen Bergungskran angefordert, der am Samstagmorgen an der Unfallstelle eintraf. Die Bergungsarbeiten haben gegen 9:30 Uhr begonnen und waren gegen 14 Uhr weitestgehend abgeschlossen. Laut einem Mitarbeiter der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) könne man zur Ursache noch nichts sagen. Man müsse die Wagen und die Infrastruktur erst genauer untersuchen. Er könne auch keine grobe Schätzung zur Schadenshöhe abgeben.


red – aktualisiert, Titelfoto: Bahnblogstelle

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